Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

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Do-Stammtischwanderung durch herbstlich gefärbte Wälder

Bei den Schotten am Vogelsberg....

Durch drei Abmeldungen war der RCW - Bus nur zu 66% ausgelastet, aber das wirkte sich positiv auf der Sauerlandlinie aus. Unser Fahrer, F.O. Braun, konnte so die Strecke schneller überwinden. Zuvor waren G.A. Wüstenfeld, J. Böhme, K. Berghoff, U. Kemmer und H. Daniel abzuholen. Pünktlich um 8.00 Uhr wurde der Umschlag mit den erforderlichen Unterlagen wie Reiseziel, Hotel und Wanderkarte vom Präsidenten den Ruderkameraden überreicht. Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite, und gut zwei Stunden später waren wir in dem kleinen Ort Schotten angekommen. Nach der Ankunft wurde erst einmal gefrühstückt - auch das ist schon Tradition geworden, genauso wie der Besuch beim Italiener am Sonntag nach der Wanderung. Der Chronist kann dazu nur notieren: „Auf einmal ist es so!“

Wir folgten dem Wanderzeichen und den richtungsweisenden Empfehlungen des Kartenführers. Es ging ständig bergauf durch die herbstlich bunt gefärbte Landschaft. Wald wechselte mit Feldern und Wiesen ab. Manchmal waren die Wege matschig, dann wieder trocken und mal ging es über asphaltierte Straßen. Apfelbäume leuchteten mit dem Rot der reifen Früchte. Plötzlich, in einem Waldstück, -  - Krisenpause - das Wanderzeichen ist weg und alle Wege sahen mal wieder gleich aus. Karte mit dem Terrain vergleichen, Kompaß zum Einnorden hervorholen, Wanderer zur Erkundung vorausschikken, Wanderer zur Suche zurückschicken, Diskussion über weiteres Vorgehen, Entschluss fassen, weiterlaufen. Ergebnis: nach ein paar hundert Metern wieder auf dem richtigen Weg.

Wanderer in den Regionen des Hessenlandes benötigen eigentlich einen Fouragewagen inklusive Marketenderin, um während der Mittagszeit eine warme Suppe und ein kühles Bier zu bekommen. Schon wieder gab es in einem kleinen Ort reichlich Gaststätten, aber alle waren solidarisch und hatten geschlossen. Es gab auch keine Bänke auf denen man ausruhen und etwas essen konnte. Also weiter. Am Ortsausgang kamen wir an einem Friedhof vorbei. Da kam die Erleuchtung. Friedhof? Da gibt‘s doch Bänke! Augenblicke später saßen wir vor der Trauerhalle in der warmen Herbstsonne und taten uns gütlich an den Dingen aus unserem Rucksack. Ganz Pfiffige probierten die Klinke der Tür zur Trauerhalle, und siehe da, sie ließ sich öffnen. So durften die Stühle aus der Halle zu unserer Bequemlichkeit beitragen, und selbst ein WC wurde entdeckt. Gut gestärkt ging es schließlich weiter.

Es ging bergan, wir bewegten uns im Gänsemarsch, Chausseegräben waren zu überspringen, doch schließlich wurde die Höhe bezwungen. Gegen 17.00 Uhr erreichten wir wieder die Zivilisation und das heftig. Wir wurden sogleich von einem überdimensionierten Fernseher in Beschlag genommen. Aber das Pils war lecker. Wieder im Hotel, verabredeten wir uns für 19.30 Uhr zum Abendessen. Wir besprachen den vergangenen Tag, machten Pläne für den nächsten und diskutierten über Vieles. Versehen mit der nötigen Bettschwere meldeten wir uns zum Matratzen Horchdienst.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen teilte sich die Wandergruppe. Präsident und Kassierer studierten den Ort und bildeten sich fort, während der Rest der Truppe wieder durch den Wald stolperte. Beide Gruppen haben es aber geschafft sich um 14.00 Uhr beim Italiener zu treffen. Von der italienischen Küche verwöhnt, bestiegen wir unseren Bus. Der Rest ist schnell erzählt: während der Fahrer arbeitet, schlafen die anderen.

Aufgepaßt: die nächste Wanderung ist schon in ca. 240.000 Minuten...

G.A. Wüstenfeld
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