Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

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2004 AH-Weserachter - der 18.

 

Man kann wahrlich von Tradition sprechen. Seit 1985 fand mit Ausnahme in den Jahren 1991 und 1995 in jedem Jahr, mit annähernd der gleichen Mannschaft, diese Wanderfahrt statt. Wer einmal dabei war, ist, wenn es der private Terminkalender eben zulässt, wieder mit von der Partie gewesen.

Seit 1992 ist die Standardstrecke von Lippoldsberg bis Vlotho über 156 Km, die in 2 Tagen zurückgelegt werden. Bewältigt wird die Strecke von 12 – 14 „Alten Herren“ neudeutsch „Masters“ genannt, die sich beim Rudern und Landdienst ablösen. Jeder der Teilnehmer bringt dann etwa 100 Km im Boot, das ist der Achter „Moll`s Junge", zu.

In diesem Jahr waren das: Karl Berghoff, Karl Biedermann, Johann Böhme, Dieter Borgmann, Helmut Grabow, Wilfred Güthoff, Siegfried Held, Udo Kemmer, Helmut Lingnau, Gustav Limke, Gerd Locher, Horst Noll und Anton Schnurr. Also 13 Teilnehmer.

Das war nicht immer so. Bei der ersten Fahrt waren es 10 Ruderer, die die Strecke von Hannoversch-Münden bis Rinteln über 165 Km in 2 Tagen befuhren. In den folgenden Jahren wurde die Mannschaft zwar vergrößert, aber auch die Strecke wurde länger. Bis Minden sollte es 1986 gehen; aber der Wettergott spielte nicht mit. Die Mannschaft, jetzt 12, brach die Fahrt in Bodenwerder nach 111 Km ab.

Im folgenden Jahr 1987, gelang aber dann was man sich vorgenommen hatte. Die Strecke von Hannoversch-Münden bis Minden, nämlich 202 Km in 2 Tagen zu rudern. 11 Ruderkameraden freuten sich über die erbrachte Leistung: Karl Biedermann, Dieter Borgmann, Horst von Diecken, Siegfried Held, Werner Kathagen, Udo Kemmer, Hans-Gerd Kirsch, Eckhard Schulz, Frank Weber, Dieter Weihmann und der Chef Etzel Winkler.

Diese Strecke wurde dann mit leicht wechselnden Mannschaften bis 1990 gefahren. Im folgenden Jahr war Pause. 1992 wurde dann entschärft. Seitdem gilt bis heute Lippoldsberg / Vlotho mit 156 Km.

Hierhin gehört ein Dank an die Ruderkameraden, die sich Jahr für Jahr der Mühe der Organisation dieser Veranstaltung unterzogen haben. Das waren/sind in erster Linie Etzel Winkler, Gerd Kirsch und Gustav Limke.

Anmerkung: Bei der Fahrt im Jahre 1987 war der älteste Teilnehmer 60 (Karl Biedermann) und der jüngste 40 Jahre alt (Dieter Borgmann). In diesem Jahr war der älteste Teilnehmer 77 (Karl Biedermann) und der jüngste 57 Jahre alt (Dieter Borgmann).

Doch nun zu der diesjährigen Fahrt. Wie üblich war das Verladen von Boot und Zubehör reine Routine. Das anschließende Rudern auf der Ruhr, wie jeden Donnerstag, musste allerdings wegen erhöhtem Wasserstand ausfallen. Umsichtige Ruderkameraden hatten sich Nachmittags auch schon die Pegelstände der Weser anzeigen lassen. Hier war alles „normal“, an manchen Pegeln sogar unter „normal“. Aber für das Wochenende war heftiger Regen angesagt. Der Wasserstand auf der Weser war aber kein Problem.

Die Abreise am Freitag, PKW Böhme mit Bootshänger und eine Stunde später der RCW-Bus erfolgte pünktlich. Doch nachdem der Bus nur wenige Kilometer gefahren war, spielte er verrückt. Ununterbochener Hupton, alle Kontrolllampen leuchteten, der Tacho stand trotz Fahrt auf Null. Das bedeutete eine Wende und ein Besuch in der Autowerkstatt. Zum Glück gibt es Werkstätten, die auch am späten Freitagnachmittag noch Dienst tun. Nach kurzer Überprüfung die Diagnose: Wasserschaden in der Elektronik !! Leider hatte der Vorbenutzer des Busses das Dachfenster nicht geschlossen und es hatte in den letzten Tagen reichlich geregnet. Weitere Diagnose: Reparatur heute nicht möglich.

Das bedeutete PKW´s holen und Gepäck und diverses Bootszubehör sowie den gesamten Getränkevorrat (nur Wasser) auf 3 PKW´s verteilen.

Um 17.30 Uhr meldete unser Boosttransport „wir sind da, wo seid ihr jetzt“? Wir konnten melden „wir fahren jetzt ab“. Trotz Allem, um 20 Uhr waren alle zum Abendessen zur Stelle.

Am nächsten Morgen dann „wie immer“. Aufriggern, Wassern, Plätze einnehmen (nach dem von Gustav akribisch ausgearbeiteten Plan). Auch der Regen war wie (fast) immer. Alle mokierten sich über das Sch...wetter. Aber beim Rudern ist der Regen nicht wirklich schlimm. Man ist entsprechend gekleidet und genießt trotz Regen. Nach einer Stunde klarte es auf und es wurde trocken. Und trocken blieb es. Heute. Dann wieder wie immer. Mittags Grillwürsten (von Grillmeister Karl Berghoff) in Holzminden. Tagesziel in Bodenwerder.

Am nächsten Morgen Regen (für ein paar Kilometer), Schleuse Hameln, Mittagrast im Kanuclub Rinteln und Endziel Vlotho. Keine sonstigen Vorkommnisse. Abriggern, Rückfahrt, Abladen. Alles wieder reine Routine.

Zwischendurch ein Ohr am Radio. In NRW waren heute Kommunal- und Bürgermeisterwahlen. Ergebnis: Frau Leidemann (SPD) und Herr Noske (CDU) müssen in die Stichwahl.

Ende einer immer wieder schönen und der Kondition dienenden Wanderfahrt. Die oben genannten Teilnehmer haben das letzte Wochenende im September 2005 schon wieder in ihren Kalender eingetragen.

Horst Noll                                   

 

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