Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

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1991 Gemischte Barkenfahrt auf der Mosel

 

Es war eine fortgeschrittene Herbstzeit am 18. Oktober 1991, die uns blieb, die Ruderbarke des Rudervereins Bernkastel sowie die erforderlichen Hotelzimmer für 14 Ruderinnen und Ruderer zu reservieren.

 

Zuhause hatte es fast eine Woche geregnet, als wir uns auf den Weg machten. Begleitet von kilometer-langen Staus auf der Autobahn und heftigen Regenschauern kamen jedoch alle Teilnehmer wohlbehalten im Hotel „Mehn“ in Lieser an. Die Mosel präsentierte sich uns jetzt im kalten Mondschein und gab uns Hoffnung, nicht nur im Regen rudern zu müssen.

 

Nach einem gemeinsamen Abendessen im Hotel und anschließendem Verkosten der kredenzten Weine war die Stimmung aller von frohem Optimismus geprägt.

 

Am darauf folgenden Morgen waren alle Teilnehmer von dem vielen Blau am Himmel überrascht. Die Barke lag bereits am Moselufer vor dem Hotel zum Aufriggern bereit.

Ein Teil der Personenkraftwagen wurde vorgeschickt, um unsere Rückfahrt zu ermöglichen.

 

Um 10.00 Uhr legten wir ab. Wir, das waren:
Karin und Werner Berg, Ulla und Fritz Otto Braun, Gabi und Anton Schnurr, Alice Blumberg und Rolf Kernebeck, Gerd Locher, Siegfried Held, Dieter Wenig und Dieter Werner.

 

Am 1. Tag mussten ca. 40 km in der Barke gerudert werden. Von oberhalb Lieser ging es an der Uferpromenade von Bernkastel-Kues vorbei nach Zeltingen, der ersten Schleusung. Weiter führte uns die Mosel an Ürzig, Erden, Kröv und Traben-Trarbach vorbei nach Enkirch zu der zweiten Staustufe unserer Ruderfahrt.

Während wir uns im Tal in der Barke bemühten, den immer wieder vorbei treibenden Wolken davon zurudern, waren die Weinbauern in den Bergen eifrig mit der Weinlese beschäftigt. Der Regen behagte den Trauben ebenso wenig wie uns im Boot.

 

Heute, am ersten Tag, hatten wir Glück gehabt, wir kamen fast trocken an unserem Etappenziel in „Reil‘ an. Die Barke kann nämlich nur an den Rampen der ehemaligen Fähranleger angelandet werden. Ihr Eigengewicht beträgt 10 Zentner und kann von 8 Ruderern gerade bewältigt werden.

Im Hotel „Mehn“ erwartete uns eine festliche Tafel; zur Stärkung für die bevorstehende Weinprobe im „Weingut Schloßberghof‘ in Lieser, bei meinem Freund Gerd Seidel. Er ließ uns ältere Weine, aber vor allem den Jahrgang 1990 in allen Qualitäten verkosten.

Auf dem späten Heimweg schien wieder der Mond und verhieß uns vielleicht noch einmal schönes Wetter.

 

Am Sonntagmorgen waren, entgegen unseren Wünschen, alle Wolken am Himmel bereit, unsere Fahrt feucht, aber fröhlich zu gestalten. Die Damen, außer Ulla Braun, die wir als Ruderer nicht entbehren konnten, haben wir nach Senheim voraus gebracht.

Um 10.00Uhr begann unsere Regentour. Unsere Steuerfrau Ulla wurde warm und regendicht verpackt, damit sie nicht frieren sollte. Wir konnten uns warm rudern und freuten uns wie die Regenkönige, wenn ein Schauer überstanden war und wir uns kräftig in die Riemen legen konnten.

Es waren ca. 30 km bis Senheim, unserem Endziel.. Die letzten 10 Kilometer wurde Ulla Braun von Werner Berg abgelöst, der die Barke sicher zum Jachthafen Senheim steuerte.

 

Wir waren froh, unsere nassen Sachen wechseln zu können und haben beschlossen, in Zukunft früher die Mosel zu rudern.

Rolf Kernebeck

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