Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

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1970 Mosel / Von Bernkastel bis Moselkern

Mosel-Wanderfahrt 1970

Vor einem Jahr erschien am SCHWARZEN BRETT ein Anschlag, dass eine Wanderfahrt auf der Mosel durchgeführt werden solle. Einige Zeit dauerte es, aber dann war die Besatzung für die Boote komplett. Die technischen Vorbereitungen liefen ab Mitte Mai auf Hochtouren und am Mittwoch, dem 27. Mai, war es dann soweit.
Gegen 14 Uhr startete der 1. Wagen mit Bootsanhänger in Richtung Bernkastel, dem gegen Abend der Zweite folgte, besetzt mit dem Rest der Teilnehmer. Im Hotel „Weber“ in Bernkastel fand man sich zum Abendessen und zur ersten Lagebe­sprechung zusammen. Nach einem fröhlichen Umtrunk ging es dann voller Erwartung auf den nächsten Tag in die Betten.

Am nächsten Morgen, einem herrlichen Sonnentag, setzten wir am Bootshaus des Bernkasteler Ruder-Clubs unsere beiden Boote „Ruhrland“ und „Spätlese“ ein.
Der Senior unserer Truppe, Lutz Döpper, steuerte am ersten Tag den Vierer um uns unerfahrenen Wanderruderern in der Praxis zu zeigen, wie man es macht. Dank seiner Umsicht und Routine haben wir die ganze Tour gut überstanden.

Die Fahrt ging vorbei an Wehlen, Zeltingen, Orzig, Erden, Kröv nach Traben-Trabach, einem wahren Ruderparadies.

Die Übernachtung im Bootshaus des Ruder-Clubs Traben-Trabach war eine herrliche Sache. Am anderen Morgen ging es los auf die 2. Etappe. Das Ziel war Alf-Bullay. Als wir nun unsere Boote wieder startklar machen wollten, merkten wir, dass wir nur noch eine Bootsfahne hatten! Jetzt war es uns auch klar warum die Düsseldorfer Germanen uns so be­hilflich waren am Vortage unsere Boote in die Bootshalle zu tragen. Sie hatten die andere Bootsfahne als Souvenir gemaustl

Das Wetter war auch am 2. Tage wunderschön, und unser Taxibetrieb funktionierte wieder ausgezeichnet, denn 2 Mann mussten mit den Wagen bis zum nächsten Etappenziel vorfahren und dann auf schnellste Weise wieder zurückkehren. Unsere Fahrexperten, Rk. Schöneberg und Rk. Tänzler, ließen uns nur kurze Zeit an der Schleuse warten. Die Fahrt verlief glatt, bis auf ein „wenig“ Wasser im Vierer, doch kamen wir gegen Mittag heil in Zell an. Nach einem erfrischenden Bad in dem herrlichen Freibad ging es dann weiter nach Alf.

Das Anlegen bereitete uns hier einige Schwierigkeiten doch auch das wurde gemeistert, denn wir wussten, dass eine herrliche Weinprobe auf uns warten würde ... und sie wurde auch herrlich!!! So waren wir gar nicht traurig, dass es am Samstagmorgen nicht mehr so warm war, wie wir es bisher gewohnt waren. Wir packten uns dementsprechend ein, der eine in gelb der andere in rot und der Rest in blau. So waren wir mit einem Mal ein echter, bunter Haufen, nur die Kappen waren gleich. An diesem Tage ging es schaurig rund. Ein Schiff nach dem anderen brachte uns in Verlegenheit, denn so wie wir auf der Ruhr fahren, so kann man auf einem schiffbefahrenen Fluss nicht rudern. Jedenfalls bekamen die Steuerleute, einschließlich „Rochuska“ eine Menge Arbeit und wir waren glücklich als wir in Cochem gegen Abend an Land gingen. In Cochem war nun allerhand los!

Es war Samstagabend, die Touristenbusse hatten Menschenmassen in Cochem abgeladen 
Nachdem wir unsere Boote verstaut hatten, und uns unter der einzigen Brause des Cochemer Bootshauses geduscht und anschließend landfein gemacht hatten, gingen wir auch ins Städtchen um uns zum letzten Dämmerschoppen niederzulassen. Dieser zog sich auch ganz schön lang hin, denn der Sonntag brachte ja nicht mehr allzu viel Arbeit.

Das Nachtlager der 4 Jüngsten, die im Bootshaus schliefen, war wild romantisch. Man lag auf einer zugedeckten Kegelbahn und unter einer Menge von Ruderbooten, die teilweise noch oben im Gebälk hingen.

Das Frühstück, ein ganz tolles, gab es in dem Hotel, in dem die alten Knaben geschlafen hatten und dann ging es los in Richtung Moselkern.
Hier konnte man die Experten sehen, wie sie ihr Schiff an Land brachten. Der Zweier war ruckzuck draußen, während der Vierer immer noch nach einer LandesteIle suchte. Glücklich war auch die geschafft, die Boote wurden verladen. Nach einem herrlichen Mittagsmahl im „Anker“ in Moselkern, bei dem einige endlich ihre Forelle blau bekamen, ging es im Konvoi Richtung Heimat.

So endete eine kurze aber unvergessliche Wanderfahrt über die man noch Vieles berichten könnte. Wer noch mehr hören möchte, wende sich bitte an einen der Teilnehmer: RK Döpper, Schöneberg, Tänzler sen., Groser sen., Kroell, Winkler, W. Weber und Borgmann. Sie werden bestimmt gern bereit sein noch mehr zu erzählen.

 

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