Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

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2005 Herbstwanderung bei Nümbrecht

 

Teilnehmer: K. Berghoff, D. Borgmann, J. Böhme, F.O. Braun, M. Bunke, U. Düchting, W. Güthoff, H. Leitner und H. Schüler.
 
Wer die Liste der Teilnehmer aufmerksam liest, dem wird auffallen, dass zum ersten Mal, in der langen Geschichte der Wanderungen, der Name des Präsidenten des Do – Stammtisches fehlt. G.A. Wüstenfeld war durch Krankheit außer Gefecht gesetzt. Den Ort der Wanderung hatte er aber vorgegeben, und der hieß „Nümbrecht" im Oberbergischen Land. Auch das Hotel war von ihm ausgesucht, und die Zimmer bestellt worden. Alles war also geregelt, bis auf eine Kleinigkeit – es fehlte eine Wanderkarte. Die Karte die Gustav Adolf besorgt hatte, zeigte zwei Wanderwege. Der eine lief von Süd nach Nord mit X11 gekennzeichnet, und der Andere, etwas oberhalb von Nümbrecht, von West nach Ost mit X20 gekennzeichnet. Der Herr Kassierer hatte schon in Witten versucht eine Wanderkarte von diesem Gebiet zu bekommen, doch alles was zu haben war, war eine Freizeitkarte. Immerhin im Maßstab 1:20000. Blieb die Hoffnung vor Ort eine Karte zu erhalten. Doch das war auch nur eine Hoffnung. Es gab tatsächlich nur die Freizeitkarte.
Wo aber liegt Nümbrecht? Mit dem Auto über die A45 bis zum Kreuz Olpe, von dort über die A4 in Richtung Köln bis zur Ausfahrt Wiehl/Nümbrecht. Nümbrecht selbst ist ein heilklimatischer Kurort mit einem denkmalgeschüzten Ortskern. Daneben gibt es noch eine Reihe sehenswerter Einrichtungen wie z.B. Holstein’s Mühle (heute ein Restaurant), Schloss Homberg (heute ein Museum), eine Tropfsteinhöhle und vieles mehr. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass eine Oberbergische Postkutsche noch heute durch‘s Land fährt. Auf dem Bock ein Postillion in kaiserlicher Uniform.
Wir aber waren ja zum Wandern gekommen. Doch halt, erst einmal frühstücken und dann wandern. Hatte uns der Wettergott im Frühjahr mit Schnee beglückt, war es diesmal Regen. Die Truppe hatte, angesichts einer Karte ohne Wanderzeichen, beschlossen vorerst zusammen zu bleiben, und den X11 Richtung Norden unter die Füße zu nehmen. Vorbei an Schloss Homberg und Holstein‘s Mühle erreichten wir den Punkt wo sich der X11 mit dem X20 kreuzt. Da wir gleichzeitig so ziemlich am nördlichen Kartenrand angekommen waren, bogen wir ab auf den X20 in östlicher Richtung. Doch auch hier hatten wir bald den Kartenrand erreicht und mussten den Weg in südliche Richtung fortsetzen. Jetzt aber ohne Wanderzeichen und ohne Regen.
Nun machte das Wandern unter der Sonne wieder mehr Freude. Irgendwann hat sich die Gruppe dann doch noch geteilt. Drei unentwegte wollten noch ein bisschen weiter nach Süden wandern und dann nach Westen abbiegen. Wir haben sie ohne Wehmut ziehen lassen, denn die mit Rotwein gefüllten Flaschen hatten wir ja bei einer Rast geleert. Auf dem Weg zurück nach Nümbrecht haben wir dann tatsächlich noch eine Imbissstube gefunden. Die Rast hat allen gut getan. Die drei Unentwegten haben auf einer Bank gerastet, wie sie uns später erzählten. Auch etwas später hat ein Vergleich der Schrittzähler ergeben, dass die eine Gruppe 18 km gelaufen ist, und die andere 21 km.
Das erste Bier nach der Wanderung hat aber allen geschmeckt. Und geschmeckt hat auch das Abendessen. Hotel und Restaurant wurden von einer italienischen Familie betrieben. Das Besondere, der Pizza Ofen wurde noch mit Holz befeuert. Zum krönenden Abschluss gab es für alle Wanderer eine Gabe des Präsidenten. Diesmal hatte er, vom Historischen Verein, Dortmund, ein Heft zu dem Thema „100 Jahre Dortmunder Hafen" ausgesucht. In dem Heft ist G.A. Wüstenfeld mit dem Artikel „Der Hafen Hardenberg im Spiegel der Hoesch – Werkszeitschrift" vertreten.
Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, stand wieder Wandern auf dem Programm. Diesmal Richtung Süden. Über Oberelben, Niederelben (Der Herr der Ringe lässt grüßen), Lindscheider Mühle, im großen Bogen zur Gehringhauser Mühle, durch den Galgenbusch zurück nach Nümbrecht. Das Ganze bei herrlichem Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und ohne größeres auf und ab. Alles ging gut, bis zur Gehringhauser Mühle. Dann aber fand der Wettergott jetzt ist Schluss mit Lustig. Heftiger Regen setzte ein, so dass wir ein schützendes Dach suchen mussten, um zumindest den schlimmsten Teil abzuwarten. Gnädig verzichtete der Wettergott auch heute auf Wind. Ein Schirm bot so noch ausreichenden Schutz.
Zurück in unserem Hotel, stimmte uns das Mittagessen wieder versöhnlich. Ein Blick auf den Schrittzähler verriet uns, wir waren 14 km gewandert.
Dieter Borgmann, der wie immer den Bus fuhr, brachte uns wohlbehalten nach Witten zurück. Auf den besonderen Service von Dieter wollen wir nicht mehr verzichten, denn er liefert praktisch jeden vor der eigenen Haustür ab.
Danke Dieter – und bis zur Wanderung im Frühjahr.

Karl Berghoff
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