Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

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2003 Wanderung im Extertal


Draisinenfahrt, statt wandern.... auf der Extertalbahn

 

Endlos ist der Schienenstrang,
führt von Ort zu Ort durchs Land.
Da gibt es für die schnellen Züge,
die Neubaustrecken ohne Lücken.
Der Regionalverkehr, die S- Bahn
und der Güterverkehr,
sie sind das Kerngeschäft der Bahn.
Auf stillgelegten Gleisen,
betreibt die Museumsbahn das Reisen.
So bewegt sich das Rad auf der Schiene,
ganz wie es der Fahrplan will.
Auf der Extertalbahn fahren keine Züge mehr,
da bleiben die Bahnsteige leer.
Von Rinteln bis Asmissen
hat jeder „freie Fahrt“.
Da sitzen am Sonntagmorgen um halb Zehn,
zwölf Ruderwanderer auf drei der Draisinen
und fahren ins Ungewisse.
Jeweils zwei sitzen im Sattel
und treten in die Pedalen,
und zwei hocken eingezwängt auf der Draisinenbank.
Der Konvoi setzt sich in Bewegung,
rechts kann links nicht überholen,
Steuerbord kommt an Backbord nicht vorbei.
Grün und Rot können miteinander reden;
aber treffen tun sie sich nicht.
Peter Wilhelm, Gerhard Noblet,
Dieter Peters und Gustav Adolf Wüstenfeld,
sie bilden ein Gespann.
Das zweite Team:
Dieter Borgmann, Hartmut Daniel mit Rudi,
Wilfred Güthoff und Heinz Leitner.
Bei Grün fuhren zuerst:
Udo Kemmer, Helmut Schüler,
Karl Berghoff und Ulrich Düchting.
Von Rinteln geht es bergan,
da zeigt ein jeder was er kann.
Die Sonne scheint uns ins Gesicht,
doch wärmen tut sie nicht.
Ein frischer Wind weht aus Nordost,
wir haben keinen Frost.
Dank modernster Technik,
haben die Draisinen immer „grüne Welle“.
Man genießt es,
wenn die Autos warten müssen.
Allmählich wird es kalt,
von oben, unten, von der Seite —
warum fällt gerade heute die Heizung aus.
Da bremst der Spitzenfahrer,
einer springt in den Graben
und steigt erleichtert wieder auf. 
Ablösung auf Draisine II,
nur Schäferhund “Rudi“ bleibt unter der Bank.
Nun geht‘s weiter, Stationsschilder gleiten vorbei,
nur geradeaus — die Weichen sind gesperrt. 
Almena, Nalhof, Bösingfeld —
Asmissen ist bald erreicht.
Hier sind wir 12600 m vom Ausgangspunkt entfernt
und der liegt 138 m tiefer, dahin rollen wir „einfach“ zurück!
Mal rollt das Fahrzeug auch alleine
über die Schienen aus Salzgitter Peine.
Verfolger sind im Rücken,
sie ticken den Vordermann an,
kommen aber nicht vorbei.
Der legt zu,
der Abstand vergrößert sich erneut.
Man schaut nach rechts,
man sieht nach links
und blickt nach vorn.
Da wechselt das Licht,
die Schienenköpfe sind breiter
die Profile wirken kleiner,
Spielereien des Lichts -
in der Technik gibt es das nicht.
Stau - das Ziel ist erreicht!
Absteigen und abheben
sowie abschließen sind eins.
Begrüßung durch den Bürgermeister.
Wer hätte das gedacht!
Mittagspause bis halb Zwei.
Jetzt kommt der Wind von vorn
und dringt durch alle Ritzen —
da war nichts mehr mit Schwitzen.
Obwohl bergab,
man muß trotzdem treten.
Der Ausgangspunkt ist bald erreicht.
Man zahlt 11 Euro,
das war die Sache wert und ich stehe nicht alleine da.

Der Chronist: G.A. Wüstenfeld

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