Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

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RCW-Achter gewinnt „Goldene Ananas“

Quelle: Ruder-BundesligaVergangenes Wochenende fuhr der Achter des Ruder-Club Witten zum zweiten Lauf der „PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL)“ nach Rüdersdorf und das mit viel Druck; denn es galt das unfaire Ergebnis aus Frankfurt wieder gerade zu ziehen. Dabei fing das Wochenende aber schon verkehrsbedingt mit einer suboptimalen Anreise von elf Stunden an, sodass den Athleten noch lediglich fünf Stunden Schlaf blieb.
 

Am Morgen des Renntages galt es dann für die Startaufstellung, bestehend aus Thorsten Fingerle, Sören Kunde, Malte Huben, Peter Zeller, Dominik Riesselmann, Christoph Schroeder, Sven Schnabel, Marcel van Delden und Steuerfrau Lorena Moll, erst mal die Müdigkeit aus den Knochen zu rudern. Dies gelang scheinbar gut, denn im ersten Rennen, dem Zeitlauf, konnte sich der RCW-Achter mit der siebtbesten Zeit direkt ins gute Mittelfeld rudern. Doch Trainer Henning Sandmann sah noch deutliches Verbesserungspotential: „Auch wenn der Start und die erste Streckenhälfte mehr als gut waren, wurde auf der zweiten Streckenhälfte der Schlag nicht mehr sauber ausgezogen und das Boot wurde unruhig. Dadurch ließen die Jungs einige Zehntel-Sekunden liegen.“. Dabei bedeutet fast jede Zehntel einen Platz nach oben in dem sehr dichten Achterfeld über die 350Meter-Sprintdistanz.

 

Danach ging es für die Mannschaft von der Ruhr ins stark besetzte Achtelfinale gegen den Salzland-Achter, den Wikingachter Berlin sowie den Achter der Hürther RG. Wiederum kam der RCW-Achter äußerst schnell aus den Startblöcken und sicherte sich früh die Führung. Im Rennen beherzigten sie die Worte des Trainers und fuhren den Lauf sauber mit viel Druck zu Ende, sodass die anderen Achter keine Chance hatten und das Team des Ruder-Club Witten als Sieger über die Ziellinie fuhr. „Es stimmte einfach alles: das Boot stand, das Mittelschiff machte ordentlich Druck und die Schlagzahl lag konstant bei sauberen 48.“, kommentiert Schlagmann Marcel van Delden die Leistung der Mannschaft.

Mit gestärktem Selbstbewusstsein sein mussten die Wittener im Viertelfinale gegen den Aufstiegskandidaten Protected Gold Achter aus Dresden sowie dem Achter des Neusser Ruderverein an den Start, wobei das Ziel ganz klar war: in die Top 4 rudern. Zum erneuten Mal schoss der RCW-Achter buchstäblich aus dem Start. Auf dem Mittelteil der Strecke allerdings näherten sich die starken Dresdener bis sie gleichauf lagen. Doch Steuerfrau Lorena Moll schrie unerschrocken die Athleten des Ruder-Club Witten früh in den Endspurt, sodass sie sich Schlag für Schlag, Zentimeter für Zentimeter wieder nach vorne schoben und sich somit den Sieg sicherten.

 

Hinter dem Ziel passierte dann das Schreckliche: van Delden verlor seinen Riemen, der daraufhin unkontrolliert durch die Luft flog und Co-Schlagmann Sven Schnabel schwer am Kopf trifft, sodass dieser bewusstlos im Boot zusammensackte. Durch die schnelle Reaktion der Mannschaft konnte der Achter schnellstmöglich das Land erreichen und Schnabel ärztlich versorgt werden, sodass er an Land wieder zu sich kam. Nach eingehender Untersuchung gab es grünes Licht für den Start von Schnabel in den anschließenden Halbfinal- und Finalrennen

 

Für die letzten beiden Rennen wechselte Sandmann Andy Herrmann für Malte Huben ein, um frische Kraft ins Boot zu bringen. Auf den zweiten Wechsel musste der Trainer leider verzichten, da Simon Faissner krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stand. Das Halbfinale galt es gegen den Gießenachter zu bestreiten. Bis zur die Streckenhälfte lieferten sich die Mannschaften einen harten Kampf, doch im Endspurt musste sich der RCW-Achter leider den starken Gießenern geschlagen geben.
Im Finale um Platz 3 fanden sich die Wittener dann erneut gegen den Protected Gold Achter aus Dresden wieder, der schon im Viertelfinale geschlagen werden konnte. Den Athleten des RCW-Achters war bewusst, dass gegen ein Topteam der 2. Liga erneut ein perfektes Rennen von Nöten sein wird, um Dresden abermals zu besiegen. Letztendlich gewann der Achter aus Dresden aufgrund eines sehr guten Rennens verdient, da der RCW-Achter kein schlechtes, aber auch kein perfektes Rennen abrufen konnte.

 

Am Ende des Tages bedeutete dies dennoch einen grandiosen vierten Platz und somit die „Goldene Ananas“ für den RCW-Achter. „Wir haben nun das Ergebnis aus Frankfurt wieder ein bisschen gerade gezogen und unter fairen Bedingungen gezeigt, dass wir oben mitfahren können. Das Boot lief einfach super und jeder Schlag saß. Da hat sich das harte Training der vergangenen Monate ausgezahlt. Dennoch haben wir gesehen, dass die Luft in den Top 4 sehr dünn ist. Um eine Platzierung auf dem Treppchen erreichen zu können werden wir weiter an unserer Leistungsfähigkeit arbeiten.“, resümiert Mannschaftskapitän Thorsten Fingerle am Ende des Tages. Auch Club-Vorsitzender Maik Swienty, der selber leider nicht in Rüderdorf mitrudern konnte, lobt die Mannschaft: „Ich bin stolz auf die ganze Mannschaft, auch die, die nicht selber im Boot saßen, aber viel zu diesem Erfolg beigetragen haben. Dieser vierte Platz ist einfach hervorragend und ich freue mich schon am nächsten Renntag in Duisburg wieder angreifen zu können und vielleicht noch den ein oder anderen Platz in der Tabelle gut zu machen.“

 

Marcel van Delden

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