Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

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2009 Deutsche Großbootmeisterschaft

 

Magere Ausbeute für RCW bei Deutscher Großbootmeisterschaft

 

Das ging ins Auge. Mit großen Hoffnungen waren die Ruderer des RCW nach Essen aufgebrochen, um bei der Internationalen Regatta in Essen und den Deutschen Meisterschaften bei den Großbooten den Favoriten ein wenig einzuheizen. Schließlich hatten Simon Faissner & Co. erst ein Wochenende davor bei der Internationalen belgischen Meisterschaft gezeigt, dass sie sich auch in internationalen Vergleich nicht verstecken müssen.

 

Umso enttäuschender verlief das vergangene Wochenende. Kein RCW-Team fand seinen Rhythmus, die Konkurrenz zeigte sich unbezwingbar. Am Ende sprang ein dritter Platz im Einer und  ein undankbarer vierter Platz für den neuformierten Doppelvierer heraus.

 

Es war schon ein großes Aufgebot, was sich am vergangenen Samstag und Sonntag auf dem Baldeneysee tummelte. 1650 Aktive traten in 200 Rennen an, ganz Europa war zu Gast im Ruhrgebiet. Aber die Wittener Ruderer taten sich diesmal schon mit der nationalen Konkurrenz schwer, obwohl Simon Faissner, Mirco Rolf und Marcel van Delden an guten Tagen locker in der nationalen Spitze mitrudern können.

 

Da der neue Cheftrainer des DRV die Marschrichtung ausgegeben hatte, dass alle Spitzenskuller Doppelzweier fahren sollten, hatte sich RCW-Chefcoach Henning Sandmann für folgende Aufteilung entschieden. Am Samstag sollten Rolf und van Delden ihr Glück im Zweier versuchen, Faissner den Einer fahren, am Sonntag sollte gewechselt werden: Faissner und van Delden im Zweier, Rolf im Einer. Da sich in dieser Saison bislang noch kein Spitzenboot herausgeschält hatte, hatte der RCW zwei Eisen im Feuer.

Doch sie hatten die Rechnung ohne den für seine kurzen, harten Wellen berüchtigten Baldeneysee gemacht. Kurzum: Keiner der drei, in welcher Bootsgattung auch immer, kam mit den Wasser-Verhältnissen zurecht. Zumal schon die Vorläufe mit Hochkarätern bestückt waren.

So trafen Rolf/van Delden in ihrem Lauf auf den Olympia-Dritten Griechenland und den WM-Teilnehmern aus der Schweiz, Polen, Österreich und Serbien. Das Wittener Boot schied schon in der Vorrunde aus.  Faissner packte dagegen den Vorlauf und qualifizierte sich für das Finale. Doch da lief es auch für ihn nicht besser: Nach einem Steuerfehler blieb nur der achte und letzte Platz.

 

Der Sonntag verlief ähnlich enttäuschend aus Wittener Sicht: Der Doppelzweier verpasste das Finale, im Einer siegte Mirco Rolf im Vorlauf und schaffte nach einem spannenden Rennen bei der Internationalen Regatta doch noch den dritten Platz im Finale.

Frustriert waren auch Fabienne Andree und Lea Rumpel, die im Doppelzweier antraten. Platz eins war durch die Kaderathletinnen aus Potsdam quasi schon vergeben, also ging es bei drei Booten im Feld darum, wenigstens das zweite Team zu schlagen, was in diesem Fall aus Lübeck kam. Das Rennen lief gut an für die beiden Wittenerinnen, nach Hälfte der Strecke lagen sie fünf Sekunden vor Lübeck. Doch dann verloren Andree/Rumpel ihren Rhythmus, kurz vor dem Ziel verfing sich noch ein Skull, Lübeck fuhr vorbei und dem Wittener Duo blieb nur der letzte Platz.

Blieb noch der neuformierte Vierer, der eine Woche zuvor noch so glänzend in Gent abgeschnitten hatte. Am Start Hameln, Leverkusen, Rüdersdorf, Halle und eben Witten, das in der offenen Gewichtsklasse mit vier Leichtgewichtsruderern an den Start ging. Bei starkem Gegenwind lagen die Wittner nach den ersten 500 Metern auf dem vierten Platz. Rüdersdorf führte das Feld an, vor Leverkusen und Hameln, in dem die frischgebackenen Deutschen Meister im Doppelzweier saßen. Nach einem Spurt bei der 1400- Meter-Marke schob sich das Wittener Boot auf den dritten Platz, lag eine viertel Bootslänge vor Hameln. Doch ein Steuerfehler verdarb alles: Hameln zog vorbei, Leverkusen gewann den Meisterschaft und dem RCW blieb nur der vierte Platz.
Drei Wochen haben die RCW-Athleten jetzt Zeit, sich von dem Rückschlag  zu erholen. Dann geht es zur Regatta nach Ratzeburg.

Martin Wocher

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