Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

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DRJ-Lehrgang München

 

Eine Einladung zum Förderlehrgang der Deutschen Ruderjugend gab es nicht nur für unsere KinderruderInnen, sondern auch für Lukas Föbinger, Felix Albert und Jacob Raillon. Für sie ging die Reise nach München. Hier der Bericht dazu:

 

Am Samstag den 8. Oktober war es endlich soweit. Für die, die durch ihre besonderen Leistungen auf dem Bundeswettbewerb 2011 eine Einladung für einen einwöchigen Lehrgang am LZM München bekommen haben, hieß es an diesem Tag Aufbruch.

 

 

Wir (Felix, Jacob und Lukas) mussten im ICE erst einmal 5 lange Stunden tot schlagen.
Als wir aber endlich am Bahnhof in Oberschleißheim ankamen hieß es erst einmal  Betten beziehen und dann ab in die Turnhalle für lustige kennenlern Spiele. Ungefähr 50% der geladenen Kinder kannten Felix und ich schon aus dem Vorjahr. Dann hieß es Schlaf finden und am nächsten Tag fitt sein. Das Problem war nur, dass nicht alle so dachten und so wurde es eine sehr lange Nacht. Am nächsten Tag in aller Frische wurden wir um 7 Uhr mit lauter Musik geweckt. Nach dem Frühstück sollten wir dann die Boote fahrtbereit machen. Mich freute besonders, dass uns der Stützpunkt sehr gute etwas ältere aber Empacher zur Verfügung stellte. Das kannten Felix und ich ganz anders aus Berlin Grünau. Nachdem wir fertig waren stand sofort eine Doppeleinheit rudern auf dem Programm. Ich persönlich fand das Rudern in den fremd zusammengewürfelten Teams sehr angenehm, weil sich die ruderische Qualität der Allgemeinheit schon sehr von anderen Kindern unterschied. Abends gab es noch eine einschläfernde Theoriestunde mit Videoanalyse von der zweiten Einheit.

 

Am Montag besichtigten wir den Olympiapark bei nicht sehr schönem Regenwetter. Abends stand noch ein Vortrag über Doping auf dem Programm, bei dem ein bekannter leichtgewichts Ruderer, der Jonathan Koch hieß, anwesend war. Am Dienstag sollte auf dem Starnberger See gerudert werden aber zuvor waren wir noch in der Stadt von München. Damit uns nicht langweilig wurde gaben die Betreuer jeder Gruppe einen Schwamm, den sie gegen etwas möglichst gutes tauschen sollten. Unsere Gruppe sahnte ordentlich ab. Man mag es nicht glauben aber am Ende hatten wir eine neue ADIDAS Tasche, eine neue Sonnenbrille mit einem hochwertigem Etui und eine neue Trinkflasche. Für diese Ausbeute gewannen wir natürlich den Preis in Form von Süßigkeiten, die Jacob alle alleine aß (natürlich ohne unser Wissen).

 

Der Mittwoch fand im LZM statt. Er bestand aus einer Doppeleinheit Rudern vor der noch eine weitere langweilige Theoriestunde hatten (ich glaub Felix ist um die 10 mal eingeschlafen). Als wir dann alle erschöpft zu Bett gehen wollten kam den Betreuern die lustige Idee eine Monsterkissenschlacht anzuzetteln. Sie kamen in unser Zimmer ich saß friedlich auf meinem Bett und auf einmal riss der Betreuer mein Kissen hoch hämmerte es mir ins Gesicht und brüllte Kissenschlacht. Unmittelbar darauf war im Flur die Hölle los. Alle waren außer Rand und Band. Allmählich konnte man im Flur nicht mehr atmen, weil sich ein Staubnebel gebildet hatte und viele Federn überall auf dem Boden lagen. Als es dann wirklich hieß schlafen gehen hatte niemand mehr sein eigenes Kissen und musste sich mit einem fremden zufrieden geben. Am Donnerstag ruderten wir erst eine Einheit und dann ging es los zum KZ Dachau. Die Führung war eigentlich sehr interessant. Am Abend wurden noch die letzten Themen für die morgige Prüfung angesprochen und danach gab es noch ein paar Spiele.

 

Am Freitag nach dem Frühstück gab es dann die Prüfung für das Rudersports Fertigkeiten Abzeichen. Wir alle aus Witten machten unser Abzeichen in Silber, weil wir alle schon Bronze in Berlin gemacht haben. Später als Highlight fuhren wir noch zum Olympiapark um uns ein Eishockeyspiel des EHC München gegen Krefeld anzusehen. Als wir um 23.30 Uhr zuhause waren war die Nacht noch lange nicht vorbei. Im Flur wurden wir zusammen getrommelt um zu erfahren, wer die Prüfung bestanden hat und wer nicht. Dann gab es die Ergebnisse. Ich wurde als Punktletzter von den Wittenern als erster aufgerufen lag aber noch im guten Mittelfeld dann wurde Felix mit etwas mehr Punkten aufgerufen und mit den viert meisten Punkten wurde dann auch Jacob aufgerufen. Wir alle waren fröhlich und es wurden, auf dem aufgebautem Beamer, alle Fotos von der Woche bis um 2.30 Uhr gezeigt. Die meisten Teilnehmer holten ihr Bettzeug in den Flur und verbrachten dort die letzte Nacht. Am nächsten morgen ging es dann los. Es war eine sehr schöne Woche und wir werden uns immer daran zurück erinnern.

 

27.10.2011, Lukas Föbinger
 

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