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03. August 2014

RBL-Rüdersdorf - 3. Platz für den RCW-Achter

RCW-Achter in Rüdersdorf

Vergangenes Wochenende (2.8.) erruderte der Achter des Ruder-Club Witten in der „PRODYNA Ruder-Bundesliga“ den dritten Platz und kommt damit erstmals in seiner Geschichte aufs Treppchen. Schauplatz dieser Überraschung war Rüdersdorf bei Berlin, wo es der Mannschaft aus dem Herzen des Ruhrgebiets nach zwei neunten Plätzen in Frankfurt und Berlin gelang die schlechte Serie zu beenden.

Für die Startaufstellung setzte Trainer Henning Sandmann zunächst wie auch bei den letzten Regatten auf die Athleten Thorsten Fingerle, Florian Kögler, Sven Schnabel, Malte Huben, Marcel van Delden sowie Steuerfrau Lorena Moll. Nach einem Auslandsaufenthalt saß auch Christoph Schroeder, der die letzten Jahre festes Mitglied der Mannschaft war wieder im Boot. Zudem kamen die Junioren Benedikt Pernack und Lukas Föbinger, die gerade ihre diesjährige 2000 Meter Saison auf den Deutschen Jugend Meisterschaften erfolgreich beendet haben, hinzu und ergänzten die Mannschaft um etliche, wertvolle Pferdestärken. Nach dem morgendlichen Training gab Florian Kögler allerdings an, dass er aufgrund starker Rückenbeschwerden nicht voll einsatzfähig ist, sodass dieser gegen Denis Baumgart auswechselte.

Im Zeitlauf kamen die Wittener noch nicht richtig in Fahrt, sodass man sich hier mit einem achten Platz zufrieden geben musste. „Es fehlte einfach die Dynamik im Wasser. Die Jungs waren vorne nicht spritzig genug und im Durchzug zu träge.“, analysiert Sandmann das Rennen. Doch es gab Grund zur Hoffnung, denn der Zeitfahrsieger aus Neuss war nicht viel mehr als eine halbe Bootslänge vor dem RCW-Achter.

Die Gegner des Achtelfinales waren dann der Salzland-Achter aus Bernburg sowie der Gorilla Achter aus Münster. In diesem Rennen war bei Schlagzahl 46 dann nichts mehr zu spüren von der fehlenden Dynamik. Alle drei Boote sprinteten auf einen Höhe über die Strecke bis das Kommando zum Endspurt kam und die Wittener sich vorlegen konnten. „Als Lorena dann noch sagte wir würden führen ging nochmal ein richtiger Ruck durchs Boot und man konnte spüren wie wir nochmal beschleunigten.“, freut Schlagmann Marcel van Delden sich. Motiviert durch diesen Sieg ging es dann ins Viertelfinale.

Hier warteten mit dem Achter aus Hamburg und dem Zeitfahrsieger aus Neuss starke Teams auf den RCW-Achter. Nachdem die Wittener wieder gut ins Rennen starteten, konnten sich die Hamburger zur Streckenhälfte leicht absetzten und es kam zu einem Bord an Bord Kampf mit Neuss. Unter den unnachgiebigen Anfeuerungen von Lorena Moll schob sich dann der Wittener  Bugball mit zwei Hundertstel Vorsprung über die Ziellinie. Dies bedeutete, dass Witten unter den Top vier war. „Es war technisch nicht das beste Rennen und es hätte genauso gut andersherum ausgehen können, aber man hat im Boot den Willen gespürt, mit dem die Mannschaft sich nach vorne gerudert hat.“, kommentiert Mannschaftskapitän Thorsten Fingerle das Rennen.

Euphorisiert von den letzten beiden Rennen war sich die ganze Mannschaft einig, dass sie nun edel Metall will. Dazu ging der RCW-Achter im Halbfinale gegen Wiking Berlin an den Start. Nach dem Start lagen beide Boote gleich auf, doch über die Strecke konnte Berlin sich eine halbe Bootslänge vorlegen und gab diese auch im Endspurt nicht wieder her. „Unser Team ist ein richtig gutes Rennen gefahren, aber Berlin rudert dieses Jahr ungeschlagen an der Spitze der zweiten Liga. Die sind einfach stärker.“, erklärt Henning Sandmann den Rennausgang. Trotz dieser Niederlage war Edelmetall aber dennoch greifbar.

Im Finale musste dazu der Achter aus Hannover geschlagen werden. Unter dieser Anspannung legte der RCW-Achter einen sensationellen Start hin und schob sich direkt deutlich in Führung. Ab der Streckenhälfte kamen dann die Hannoveraner aber richtig auf und legten sich wieder neben die Wittener, sodass es Bug an Bug mit Schlagzahl 47 die Strecke runter ging. Im Ziel konnte der RCW-Achter seine Spitze vorne halten und somit den unglaublichen dritten Platz errudern.

„An diesem Tag hat einfach alles gepasst: die Mannschaft war geschlossen, das Boot stand super, es war frische Kraft an Bord, Lorena hat perfekt gesteuert. Das macht Lust auf mehr, aber erstmal werden wir dieses Erfolgserlebnis ausgelassen feiern.“, freut Thorsten Fingerle sich. Dieser Befreiungsschlag ist gleichzeitig das beste Ergebnis in der Geschichte des RCW-Achters und Motivation für den nächsten Lauf der Ruder-Bundesliga in Münster am 23. August. Ein besonderer Dank gilt auch Maik Swienty, Sören Kunde, Andy Hermann, Peter Zeller und Simon Faissner, die einen festen und wichtigen Teil der Mannschaft ausmachen, aber leider nicht mit in Rüdersdorf sein konnten.

4.8.2014, Marcel van Delden