RCW-Junioren mit letzter Standortbestimmung in Hamburg
Für die Juniorinnen und Junioren des Ruder-Club Witten ging es am 6. und 7. Juni zur Regatta nach Hamburg. Die Trainingsgruppe war bereits am Donnerstag angereist und nutzte das Wochenende als letzte große Standortbestimmung vor den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, die in diesem Jahr nach Krefeld verlegt wurden. Bei durchwachsenem Wetter, zeitweise viel Wind und entsprechend anspruchsvollen Bedingungen sammelten die Wittener Sportlerinnen und Sportler noch einmal wichtige Rennerfahrung.
Wie schon bei den vorangegangenen Regatten standen auch in Hamburg viele Renngemeinschaften auf dem Programm. Das Ziel war klar: Bootskombinationen testen, Abläufe festigen und vor den Deutschen Meisterschaften ein möglichst realistisches Bild des aktuellen Leistungsstandes gewinnen. Einige krankheitsbedingte Abmeldungen erschwerten die Planung, insgesamt konnte der RCW aber in vielen Rennen wertvolle Erkenntnisse mitnehmen.
Sportlich setzten vor allem die A-Juniorinnen mehrere positive Akzente. Lea-Sophie und Amelie Lehde gewannen am Samstag den Leichtgewichts-Doppelzweier und ruderten am Sonntag erneut auf einen starken zweiten Platz. Auch im Doppelvierer war der RCW vorne vertreten: Am Samstag belegten Lea-Sophie Lehde, Julie Aurelia Spring, Liana Büttner und Amelie Lehde Rang zwei. Am Sonntag gewann die Renngemeinschaft mit Lea-Sophie Lehde, Hannah Schenk, Liana Büttner und Amelie Lehde ihr Rennen im Juniorinnen-Doppelvierer A.
Auch Liana Büttner zeigte im Leichtgewichts-Einer der A-Juniorinnen ein gutes Wochenende. Nach einem Sieg am Samstag erreichte sie am Sonntag erneut eine vordere Platzierung. Julie Aurelia Spring sammelte im Einer der A-Juniorinnen weitere Wettkampfpraxis und war zudem in Mannschaftsbooten im Einsatz.
Bei den B-Juniorinnen konnten Hannah und Sophie Brozio im Zweier ohne Steuerfrau am Samstag einen Sieg errudern. Am Sonntag belegten sie in derselben Bootsklasse Rang vier. Zudem starteten beide in einer Renngemeinschaft im Juniorinnen-Achter, der sich am Sonntag mit Platz drei im Vergleich zum Vortag steigern konnte. Timea Ryll und Melanie Solomov waren ebenfalls mehrfach im Einsatz. Im leichten Doppelzweier wurden sie am Samstag Dritte, in der Renngemeinschaft im leichten Doppelvierer mit Steuerfrau erreichten sie am Samstag Platz zwei. Am Sonntag gewann Timea Ryll zudem ihr Rennen im Juniorinnen-Einer B.
Bei den Junioren überzeugte besonders Finn Lohmeyer. Im Leichtgewichts-Einer der B-Junioren gewann er am Samstag sein Rennen. Zusätzlich war er Teil einer erfolgreichen Renngemeinschaft im Leichtgewichts-Doppelvierer mit Steuermann, die sowohl am Samstag als auch am Sonntag siegreich war. Auch Lukas Albrecht konnte mit vorderen Platzierungen in Renngemeinschaften überzeugen: Im Leichtgewichts-Doppelzweier A wurde er am Samstag Zweiter, im Leichtgewichts-Achter A gewann er am selben Tag mit seiner Renngemeinschaft das Rennen.
Arsenii Hakmann zeigte im Einer der A-Junioren mit Platz zwei am Samstag und Platz drei am Sonntag ein solides Wochenende. Anton Altenbernd war im Leichtgewichts-Einer sowie in Renngemeinschaften im Einsatz und sammelte weitere wichtige Rennpraxis. Bei den B-Junioren kamen unter anderem Willy Dörfler, Karllouis van Rieth, Nils Evers und Leander Felix Spring zum Einsatz. Nicht alle Ergebnisse fielen wie erhofft aus, dennoch waren gerade die Rennen unter schwierigen Bedingungen wichtig für die weitere Einordnung.
Insgesamt war die Regatta in Hamburg für den RCW-Nachwuchs weniger ein Wochenende der reinen Ergebnisbilanz als vielmehr eine wertvolle Generalprobe. Mehrere Siege und vordere Platzierungen zeigten, dass einzelne Boote gut vorbereitet in Richtung Deutsche Jahrgangsmeisterschaften gehen. Gleichzeitig machten Wind, starke Felder, Renngemeinschaften und krankheitsbedingte Ausfälle deutlich, woran in den letzten Trainingswochen noch gearbeitet werden muss.
Fotos: meinruderbild.de

