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08. Juni 2026

Semih Beck dominiert beim Landeswettbewerb – RCW-Nachwuchs qualifiziert sich mehrfach für den Bundeswettbewerb

Semih Beck ist Landessieger 2026. Foto: meinruderbild.de
Semih Beck ist Landessieger 2026. Foto: meinruderbild.de

Der Landeswettbewerb der 13- und 14-jährigen Ruderinnen und Ruderer am 13./ 14. Juni auf der heimischen Ruhr wurde für den Ruder-Club Witten sportlich wie organisatorisch zu einem vollen Erfolg. Bei wolkigem, aber insgesamt gutem Regattawetter gingen über 200 Nachwuchssportlerinnen und -sportler aus Nordrhein-Westfalen an den Start. Etwas Wind und leichter Wellengang stellten die jungen Ruderinnen und Ruderer zwar vor zusätzliche Aufgaben, blieben aber jederzeit gut beherrschbar.

Für den RCW war die Veranstaltung in doppelter Hinsicht besonders: Einerseits kämpfte der eigene Nachwuchs um die Qualifikation für den Bundeswettbewerb, andererseits richtete der Verein die Regatta auf seiner Hausstrecke selbst aus. Dank vieler Helferinnen und Helfer lief das Wochenende reibungslos ab. Vom Regattabetrieb auf dem Wasser bis zur Organisation an Land zeigte sich der RCW als verlässlicher Gastgeber eines wichtigen Nachwuchs-Sportevents in Witten.

Sportlich setzte Semih Beck im Leichtgewichts-Einer der 14-jährigen Jungen das deutlichste Ausrufezeichen aus Wittener Sicht. Er gewann alle Teile des Wettbewerbs souverän: die Langstrecke über 3000 Meter, den Zusatzwettbewerb und das Finale über 1000 Meter. Besonders bemerkenswert war seine Leistung auf der Langstrecke, wo er zeitlich sogar schneller unterwegs war als mancher Doppelzweier. Mit diesem herausragenden Auftritt sicherte sich Beck unangefochten die Qualifikation für den Bundeswettbewerb.

Ebenfalls das Ticket für den Bundeswettbewerb löste Laura Büttner im Leichtgewichts-Einer der 13-jährigen Mädchen. Sie präsentierte sich über alle Wettbewerbsteile stabil und belegte jeweils den zweiten Platz. Besonders das Finale über 1000 Meter war spannend und eng umkämpft. Am Ende sicherte sich Büttner mit einer starken Gesamtleistung den verdienten zweiten Platz und damit die Qualifikation.

Auch der Mixed-Vierer mit Lilien Nierzwicki, Josephine Kneiphoff, Ilyas Beck, Simon Beerwerth und Steuerfrau Charlotte Plutka darf sich über die Qualifikation freuen. Nach Platz zwei auf der Langstrecke und einer soliden Leistung im Zusatzwettbewerb gelang der Mannschaft am Sonntag im Finale über 1000 Meter ein starkes Rennen: Der Vierer gewann die Kurzstrecke und sicherte sich damit in der Gesamtwertung ebenfalls den zweiten Platz. Für das erst kurzfristig zusammengestellte Boot war das ein besonders erfreulicher Erfolg.

Jan Veckes und Theo Streckert belegten im Leichtgewichts-Doppelzweier der 14-jährigen Jungen in der Gesamtwertung Rang vier von fünf Booten. Damit verpasste das Duo zwar die Qualifikation, zeigte aber vor allem in den Zusatzwettbewerben seine Stärken. Dort erreichten die beiden an einem Tag den ersten und am anderen Tag den zweiten Platz. Das unterstreicht ihr allgemeinathletisches Können und zeigt, dass die Entwicklung des Bootes trotz verpasstem Bundeswettbewerb positiv zu bewerten ist.

Mara Sandmann kam im Einer der 14-jährigen Mädchen auf Rang vier von vier Teilnehmerinnen. Nach krankheitsbedingten Trainingsausfällen war die Ausgangslage für sie schwierig. Entsprechend stand für sie vor allem im Vordergrund, Wettkampferfahrung zu sammeln und sich der Konkurrenz auf Landesebene zu stellen.

Insgesamt fällt die Bilanz für den RC Witten sehr positiv aus. Drei Boote qualifizierten sich für den Bundeswettbewerb, Semih Beck überzeugte mit einer dominanten Vorstellung, und auch organisatorisch wurde der Landeswettbewerb auf der Ruhr erfolgreich umgesetzt. Für den RCW-Nachwuchs geht der Blick nun nach Münster, wo Anfang Juli der Bundeswettbewerb ausgetragen wird.

 Fotos: meinruderbild.de

 

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Vorbericht:

Am Wochenende Mitte Juni wird es auf der Ruhr unterhalb des Hohensteins ernst für den Nachwuchs: Beim Landeswettbewerb der 13- und 14-jährigen Ruderinnen und Ruderer werden in Witten die Tickets für den Bundeswettbewerb vergeben, der Anfang Juli in Münster auf dem Aasee stattfindet. Ausrichter ist der Ruder-Club Witten, der damit nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch vor einem besonderen Wochenende steht.

In jeder Bootsklasse qualifizieren sich die beiden erstplatzierten Boote für den Bundeswettbewerb, die wichtigste Regatta des für die Kinder. Insgesamt stehen 22 Rennen sowie zwei Inklusionsrennen auf dem Programm. Der Wettbewerb besteht dabei aus vier Teilen: der Langstrecke über 3000 Meter, zwei sportlichen Zusatzwettbewerben und dem Finale über 1000 Meter. Damit zählt nicht nur die reine Rennleistung auf dem Wasser, sondern auch Athletik, Koordination und Vielseitigkeit.

Mit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus rund 40 Vereinen ist der Landeswettbewerb in diesem Jahr sehr gut besetzt. Die Meldezahlen liegen damit etwa 15 Prozent über dem Vorjahr. Für den RC Witten gehen voraussichtlich fünf Boote an den Start – allerdings mit durchaus unterschiedlicher Erwartungshaltung.

Die besten Chancen auf eine Qualifikation dürfte Semih Beck im Leichtgewichts-Einer der 14-jährigen Jungen haben. In einem großen Feld mit zehn Booten geht der Wittener nach seinen bisherigen Saisonleistungen als Favorit an den Start. Sein wohl stärkster Konkurrent aus Minden verzichtet auf einen Start im Einer, dennoch muss Beck seine Leistung über alle Wettbewerbsteile bestätigen.

Ebenfalls mit Ambitionen starten Jan Veckes und Theo Streckert im Leichtgewichts-Doppelzweier der 14-jährigen Jungen. Das Duo zählt zu den positiven Überraschungen der Saison und hat sich in den bisherigen Rennen gut präsentiert. In einem Feld mit sechs Booten gelten Dortmund und Minden als Favoriten, doch an einem guten Tag können Veckes und Streckert um Platz zwei und damit um die Qualifikation mitfahren.

Bei den Mädchen geht Mara Sandmann im Einer der 14-Jährigen an den Start. Nach krankheitsbedingtem Trainingsrückstand ist die Ausgangslage für sie schwieriger. In einem Feld mit vier Teilnehmerinnen wäre Platz drei bereits als Erfolg einzuordnen. Laura Büttner startet im leichten Einer der 13-jährigen Mädchen. Auch hier sind vier Boote gemeldet. Die Favoritenrolle liegt bei einer Ruderin der Mülheimer RG, dahinter scheint jedoch einiges möglich.

Spannend wird auch der Start des Mixed-Vierers der 12- und 13-Jährigen. Lilien Nierzwicki, Josephine Kneiphoff, Ilyas Beck und Simon Beerwerth gehen mit Steuerfrau Charlotte Plutka an den Start. Erst kurzfristig fiel die Entscheidung, statt des Mädchen-Vierers den Mixed-Vierer zu melden. Die Einschätzung ist entsprechend schwieriger, da diese Bootsklasse erfahrungsgemäß schwer vorherzusagen ist. Dennoch rechnet sich das Wittener Boot Chancen auf Platz zwei aus.

Für den RCW-Nachwuchs ist der Landeswettbewerb damit sportlich ein wichtiger Höhepunkt – und durch die Austragung auf der heimischen Ruhr zugleich ein besonderes Erlebnis. Die Vorbereitungsregatten in Waltrop und Kettwig haben gezeigt, wo die Wittener Boote gut aufgestellt sind und wo starke Konkurrenz wartet. Nun kommt es darauf an, die Leistungen im entscheidenden Moment abzurufen.

Die Wettbewerbe auf der Ruhr finden am Samstag von 12 bis 18 Uhr statt. Am Sonntag folgen die Endläufe von 13.30 Uhr bis 16 Uhr. Am Clubhaus des RC Witten ist am Samstag von 12 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 9 bis 12 Uhr Betrieb.