Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

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Juniorenwanderfahrt zur Mecklenburgische Seenplatte

Die GruppeDie diesjährige Wanderfahrt der Junioren zur mecklenburgischen Seenplatte fand vom 19.08. bis 25.08.2019 statt. Dabei waren die Teilnehmer auf dem Gelände des Ruderverein Rheinsberg 1910 e.V. untergebracht. Bei bestem Wetter bot die an die Uferpromenade angrenzende Unterbringung am Grienericksee nicht nur einen guten Ausgangspunkt für die Fahrten, sondern sorgte auch für malerische Sonnenuntergänge und sternenklare Nächte.

 

Zusätzlich ist der staatlich anerkannte Erholungsort Rheinsberg mit seiner großen Historie rund um die Dynastie der Hohenzollern eine sehr schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und geschichtsträchtigen Bauten, wie zum Beispiel dem Schloss Rheinsberg. In diesem Residenzschloss Friedrichs des Großen wirkte unter anderem Carl Philipp Emanuel Bach (Sohn von Johann Sebastian Bach) als Kammercembalist.

 

Nachdem am Ankunftstag die Zelte aufgebaut wurden, startete am nächsten Tag die erste Tour vom Ruderverein Rheinsberg zum Ruderverein „Blau-Weiß“ Mirow e.V.  Über den Rheinsberger See, Schlabornsee, Tietzowsee und Prebelowsee ging es in die Schleuse Wolfsbruch. Für viele Teilnehmer, die das erste Mal an einer Wanderfahrt teilnahmen, war die Schleusung ein besonderes Erlebnis, zumal die Ein- und Ausfahrt neben den teils großen Yachten eine besondere Herausforderung war.

 

Die Überfahrten über die Seen wurden immer wieder zum Schwimmen und für kleinere Pausen genutzt, was bei den teils sehr hohen Temperaturen von bis zu 31°C eine willkommene Abkühlung war. Durch die Schleuse Canow und über den Labussee ging es in den Müritz-Havel-Kanal inklusive der Diemitzer Schleuse. Nach der Querung des Großen Peetschsees wurde ein größerer Umweg gefahren, denn anstatt direkt in den Mössensee einzufahren, fuhren wir über den Vilzsee bei teils starkem Gegenwind aus westlicher Richtung bis zum Zethner See. Erst dort kamen Zweifel auf, ob diese Route die richtige sei.
Nachdem hilfsbereite Personen am Ufer uns diesen Fehler aufzeigten, mussten wir über den Vilzsee wieder zurückfahren – immerhin war der Wind uns beim Rückweg gewogen. Über den Mössensee und den Zotzensee ging es zum Mirower See, an dessen südlichem Ende der RV Mirow gelegen ist. Nach teils sehr anstrengenden 32 Kilometern konnten wir dort über Nacht unsere Boote lagern.

 

In Rheinsberg angekommen gestaltete sich das Kochen für 20 Personen als durchaus abenteuerlich. Auf dem Gaskocher wurden dennoch äußerst schmackhafte Speisen, wie zum Beispiel Hähnchen-Curry, Chilli con Carne und Tortellini mit Spinat und Feta zubereitet. Aufgrund des großen Hungers und Nährstoffmangels nach den langen Touren gab es den Salat gleich eimerweise.

 

Am zweiten Tag sollte die mit Abstand schönste und erlebnisreichste Tour der Wanderfahrt stattfinden; es ging entlang des südöstlichen Ufers der Müritz. Nach der Schleusung durch die Mirower Schleuse ging es lange Kilometer durch den Müritz-Havel-Kanal in den Sumpfsee. Einige Teilnehmer wollten sich dort die nötige Abkühlung verschaffen und sprangen in den versumpften Sumpfsee hinein (man hätte es nicht ahnen können), kamen aber mindestens genauso schnell wieder ins Boot hinein.

 

Danach ging es dann über die Kleine Müritz endlich auf die Müritz. Bei starkem Seitenwind und durchaus hohem Wellengang war es ein besonderes Erlebnis über einen solch großen See zu rudern. Nachdem alle Boote trockenen Fußes am Bolter Kanal angekommen waren, wechselte die Umgebung abrupt: nun ging es hinein in enge und verschlungene Kanäle, deren Breite und Tiefe gerade zum Rudern ausreichte und man regelmäßig im Wasser liegenden Stämmen ausweichen musste. Zuweilen bekam man den Eindruck, dass man auf einem gewöhnlichen Waldweg unterwegs war.
Über den Caarpsee, Woterfitzsee, Leppinsee und die Kotzower Seen ging es zurück zum Mirower See. Dieser letzte Teil der Etappe war vor allem geprägt von vielen Seerosenfeldern und einer üppigen Ufervegetation. 
Diese tolle Etappe mit einer Länge von knapp 34 Kilometern wird den Teilnehmern mit Sicherheit lange in Erinnerung bleiben und ist jedem Ruderer, der an der mecklenburgischen Seenplatte eine Wanderfahrt macht, ein Muss.

 

Die dritte Etappe führte uns von Mirow bis nach Canow. Nach der Anstrengung der ersten beiden Tage war die etwas kürzere Route mit 21 Kilometern gerade den besonders hohen Temperaturen an dem Tag willkommen.
An der Fleether Mühle machten wir eine ausgiebige Rast inklusive der Einkehr in das dortige Restaurant und Mittagsschlaf im Schatten. Im Rätzsee und im Grobenowsee wurde dann wieder ausgiebig gebadet. Über Nacht wurden die Boote dann in Canow gelagert.

 

Am nächsten Morgen fuhren wir von Canow nach Flecken Zechlin. Diese 16 Kilometer lange Strecke war beeindruckend aufgrund des Großen Zechliner Sees und des Schwarzen Sees mit der daran angrenzenden tollen und sehr alten Ortschaft Flecken Zechlin. Beide Seen hatten extrem klares Wasser und boten eine tolle Kulisse, um die längere Wartezeit zu überbrücken. Die war notwendig geworden, da der RCW Bus aufgrund defekter Reifenventile abends noch repariert werden musste.

 

Die letzte Etappe (16 km) führte uns von Flecken Zechlin nach Rheinsberg zurück. Dabei nutzte ein Boot die Chance und ruderte am Rheinsberger Schloss vorbei – eine herrliche Kulisse. Damit ging die insgesamt sehr gelungene Wanderfahrt ihrem Ende entgegen.  

 

Benedikt Pernack

Als Teilnehmer waren dabei: 
Mathis Arnold, Ben Büttner, Benjamin Daumann, Annika Domke, Bärbel Ehrig, Goofy Ehrig, Jonas Eichholz, Julia Eichholz, Ruth Harzheim, Merle Heldt, Henning Maaßen, Linda Möhlendick, Melina Möller, Barbara Pernack, Simon Schlott, Henrike Schülke, Marie Treppke, Dana Vitsos, Finn Wolter, Julia Zöller und Fahrtenleiter Benedikt Pernack.

Eine Anmerkung ist zum Schluss noch anzufügen:
Alle Teilnehmer haben die gemeinsamen Tage in Meckpomm sehr genossen.
Von allen ein Lob und ein großes Dankeschön an das Team, das die Tour in allen Details exzellent geplant und umsichtig geleitet hat. Es besteht ein unbedingter Wiederholungswunsch.

Und noch ein "Dankeschön" eines nicht mehr jugendlichen Teilnehmers:
Ich bedanke mich bei den Organisatoren um Benedikt Pernack für die gelungene Organisation der Wanderfahrt zur Mecklenburgische Seenplatte. Ohne eure Idee hätten Bärbel und ich vermutlich nie Wanderungen durch die Mark Brandenburg auf den Spuren Fontanes unternommen. Rheinsberg mit seinem Schloss und der Musikakademie ist ein Highlight und ein würdiger Ort, euer Standquartier dort aufzuschlagen. Es waren dank euch unvergessliche Tage für alle Teilnehmer in eine für uns weitgehend unbekannte Region.
Goofy

 

HN

 

 

 

 

 

 

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