Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

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2008 61. Wanderung im Eggegebirge

 

Unsere herbstliche Wanderung im Südteil des Eggegebirges  auf dem Eggeweg, war begleitet von strahlendem Sonnenschein und frischem Wind. Spitzenwetter, beste Voraussetzungen.


Ausgangspunkt war der Ort Kleinenberg, einem südöstlichen Stadtteil von Lichtenau, das zum Kreis Paderborn im Bürener Land gehört.
Kleinenberg ist überregional als Marien-Wallfahrtsort bekannt. Es gibt dort eine barocke Wallfahrtskapelle, die Marienkapelle und eine Heiligengrotte nach dem Vorbild der Lourdes - Grotte.

 

Startpunkt unserer Wanderung war der Gasthof Engemann, direkt in der Ortsmitte  gelegen. Der Eggeweg lag idealerweise praktisch vor der Haustür. Der Einstieg war also nicht schwer zu finden.


Unser erstes Ziel war das Örtchen Blankenrode, das wir zwischen 13.00 und 13.30 Uhr erreichen wollten. wo uns eine Erbsensuppe erwartete. Tatsächlich erreichten wir den Ort aber erst gegen 14.30 Uhr.
Warum? - Das kam so. Die mit den Fingern ermittelte Entfernung zum Ort betrug nicht 10 sondern 14 km, und dann gab es da noch ein Hindernis am Aussichtspunkt „Nadel“. Der Weg führte hier gerade bergab und bog vor einem umgestürtzten Baum nach rechts.
- Dachten wir, bis wir an einen Punkt kamen, wo nichts mehr ging. Es gab nur eines - zurück.

Damit ging wertvolle Zeit verloren, um rechtzeitig zum Essen anzukommen. Kein Problem, wir haben ja alle unsere Handys und können in Blankenrode anrufen. Das ging aber nicht. Keines der Systeme D1, D2 oder E-Plus funktionierte, keine Netzverbindung. Ja, bin ich im Wald hier…? Nun war die Sorge um das Essen groß. Endlich, wenn auch ganz schwach, funktionierte ein Handy. Der Wirt am anderen Ende des Telefons war sehr freundlich und versprach, wann immer wir ankämen, uns mit Essen zu versorgen. Die Erleichterung war einigen Ruderkameraden anzusehen.  - Wir wurden dann auch gut bewirtet.

Der Wirt setzte sich zu uns und fragte nach dem Rückweg, den wir nach Kleinenberg gehen wollten. Der geplante Weg schien ihm zu lang, zumal die Zeit schon fortgeschritten war. Er schlug einen direkten Weg zurück vor und bot sich an, uns den Einstieg zu zeigen. Zwei Ruderkameraden bekamen den Weg gezeigt: Durch den Wald, den Berg rauf, links, dann rechts am Hochstand vorbei, über den Querweg und immer geradeaus.


Der Schreiber dieser Zeilen ließ sich vom Wirt, gegen bares, zurück nach Kleinenberg fahren. Aus den Zehn kleinen Negerlein waren Neun geworden, die sich auf den Heimweg machten.

Die Dämmerung hatte schon eingesetzt als mich ein Anruf der Neun erreichte. Kannst du mit dem Wagen kommen und uns abholen? Wir sind wieder in Blankenrode. Auf die Story wie sie das geschafft hatten, war ich gespannt.


Beim Abendessen kamen dann die Details ans Licht. Man war fröhlich losgewandert bis zu einem Punkt wo es eigentlich geradeaus gegangen wäre, aber es gab keinen gut erkennbaren Weg. Unser Ruderkamerad Dieter P. übernahm die Führungsaufgabe und verkündete „vertraut mir“. So bog man vom richtigen Weg ab, und ohne es zu bemerken bewegte man sich im Kreis. Zu allem Überfluss wurden die Wege auch noch schlechter. Teilweise versanken die Füße tief im Schlamm. Da, oh Wunder, Häuser kamen in Sicht. Gut, dort kann man ja fragen, wo man sich befindet. Ein Herr, der im Garten arbeitete, wurde befragt. Die Antwort: Sie sind in Blankenrode, versetzte die Ruderkameraden in ungläubiges Staunen. Doch langsam dämmerte es, dass der Mann recht haben könnte. Schließlich wohnte der dort und müsste eigentlich wissen, wo er wohnt. Immerhin die zurückgelegten Kilometer entsprachen denen des Heimweges. Wir haben an diesem Abend noch viele Scherze über den Kreisverkehr gemacht.

Der Sonntagmorgen sah dann die Wanderer wieder auf dem Eggeweg zu einem kleinen Rundgang von ca. 11 km.
Mittagessen, auf dem Heimweg die Wallfahrtskirche besichtigen und die Grotte mit der Muttergottes besuchen, waren die Restprogrammpunkte der Wanderung.

 

Dank an Dieter B. und Dieter P. die uns mit Bus und PKW gefahren haben. Freuen wir uns auf die nächste Wanderung im Frühjahr 2009.


Mitgewandert sind: Dieter Peters, Anton Schnurr, Dieter Borgmann, Siegfried Held, Heinz Leitner, Manfred Bunke, Ulrich Düchting, Axel Kunde und Helmut Schüler.


Karl Berghoff                                              


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