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Erfolgreicher Landeswettbewerb auf der Heimstrecke – drei RCW-Boote für Bundeswettbewerb qualifiziert

Auch in diesem Jahr hat das RCW-Kinder-Team beim Landeswettbewerb auf der heimischen Ruhr unterhalb des Bergerdenkmals seine Klasse gezeigt. Beim NRW-Kräftemessen der Kinderruderer am vergangenen Wochenende (13./14.6.), das vom Ruderverein Bochum und dem RCW gemeinsam ausgerichtet wurde, gelang vier Wittener Booten der Sprung aufs Treppchen. Neben zwei Gesamtsiegen nach dem zweitätigen Vierkampf aus Langstrecke, zwei Sportlichkeitswettbewerben und der abschließenden 1.000-Meter-Rennstrecke konnten die Schützlinge der RCW-Trainer Uwe und Kristin von Diecken, Mareen Möller und Lena Seiffert einen zweiten und einen sehr knappen dritten Platz verbuchen.

Seiner Favoritenrolle absolut gerecht wurde Clemens Pernack. Im Leichtgewichts-Einer (Jahrgang 2002) gab es für die Konkurrenten kein Vorbeikommen am Wittener. In allen vier Teilwettbewerben sicherte er sich Rang eins und damit folglich auch den ersten Platz in der Gesamtwertung. Wenn er Anfang Juli für das Team NRW beim Bundeswettbewerb in Hürth an den Start geht, wird er mit einer ähnlich starken Leistung sicherlich ebenfalls weiter vorne mitrundern können.

 

Schon vor dem Landeswettbewerb die Koffer für den Bundesentscheid packen konnte der Mädchen-Doppelvierer (2001). Als einziges Boot in dieser Klasse war Hanna Dzierma, Marie Treppke, Louise Weinhold, Anna Theiß und Steuermann Tom Reißig der Sieg bereits sicher. Trotzdem nahm das Wittener Team die Regatta ernst und zeigte dem heimischen Publikum sowohl bei den Zusatzübungen als auch auf den Ruderstrecken gute Leistungen.

 

Als drittes RCW-Boot hat sich Marlene Anastase (2002) im Einer für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Nach einem starken zweiten Platz auf der Langstrecke und im ersten Zusatzwettbewerb gewann die Wittenerin den zweiten Durchgang der Sportlichkeitsübungen am Sonntagmorgen. Im abschließenden 1.000-Meter-Finale bestätigte sie ihr Können mit einem zweiten Platz hinter der Gesamtsiegerin aus Meschede und mit sicherem Abstand vor der drittplatzierten Ruderin aus Essen.

 

Eine hervorragende Leistung zeigten auch die beiden Leichtgewichte Finn Pilchner und Ben Büttner. Im Doppelzweier (2002/2003) – beide gehören allerdings dem jüngeren Jahrgang an – musste die Wittener gegen acht Konkurrenten antreten. Der unangefochtene Sieger kam auch hier aus Meschede. Dahinter entwickelte sich zwischen Witten, Köln und Minden ein spannender Dreikampf um den zweiten Platz und damit das zweite Ticket für den Bundeswettbewerb. Nach Rang vier auf der Langstrecke und den Plätze zwei und drei in den Zusatzübungen hatte das Wittener Duo eine gute Ausgangsposition für das Finale geschaffen. Dort lieferten sie sich dann einen spannenden Bord-an-Bord-Kampf mit dem Team aus Köln und den zweiten Platz. Am Ende hatten die Kölner die Bootsspitze denkbar knapp vor den Wittenern. Platz drei ist für sie dennoch ein großer Erfolg.

 

Auf Platz vier in der Gesamtwertung des Leichtgewichts-Einers (Jahrgang 2001) ruderte Elena Dahm. Nachdem sie die Langstrecke als viertschnellste Ruderin absolviert hatte, zeigte sie bei den Zusatzwettbewerben starke Nerven und sicherte sich beim ersten Zusatzwettbewerb (Hindernislauf, Hockeyslalom und Medizinballwerfen) den Sieg. Im zweiten Zusatzwettbewerb kam die Wittenerin auf Platz zwei. Im abschließenden Finale überquerte Elena Dahm die Ziellinie dann als vierte Ruderin.

 

Ebenfalls auf Rang vier im Gesamtklassement ruderten Julius Birkenheuer und Levin Remscheid im Jungen-Doppelzweier (2002/2003). Nach einem fünften Platz auf der Langstrecke kamen die beiden immer besser in Fahrt und sicherten sich einen Sieg sowie einen zweiten Platz bei den Sportlichkeits-Übungen. Im abschließenden Finale der besten vier Boote mussten sie dann allerdings den Teams aus Duisburg, Essen und Mülheim den Vortritt lassen. Insgesamt kann das Duo mit einer guten Leistung sehr zufrieden sein.

 

Etwas Pech hatte Jonah Lieske im Jungen-Einer (2002). Er musste als fünftplatziertes Boot in der Zwischenwertung vor dem Finale auf einen Start dort verzichten und konnte sich so nicht weiter vorarbeiten. Zuvor war der Wittener auf der 3.000-Meter-Langstrecke fünfter geworden und hatte die beiden Zusatzwettbewerbe als Dritter beendet.

 

In knapp drei Wochen geht es nun für die drei qualifizierten Boote zum Bundeswettbewerb nach Hürth. Dort starten sie dann für das Team NRW und wollen dazu beitragen, dass der NRW-Rudernachwuchs den Gesamttitel als bestes Rudernachwuchs-Land behält. Mit dabei sind dann auch die RCW-Trainerinnen Kristin von Diecken, Mareen Möller und Lena Seiffert als Betreuer des NRW-Teams.

 

15.6.2015, MRS