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1995 Radtour in Frankreich

 

Radwanderung durch Frankreich
Am Doubs entlang von Montbéliar bis Döle

Wenn auf dem Terminplan eines Ruderclubs „Wanderrudern“ steht, dann denkt man normalerweise an Flüsse, Seen, Boote und Barken. Beim RCW muß man nun auch an Fahrräder denken. Zwar war auch bei dieser Wanderfahrt ein Fluß im Spiel, der Doubs im französischen Jura. Die vielen Schleusen hatten die Organisatoren jedoch abgeschreckt, ihn auch zu befahren. So kamen die Fahrräder zum Zuge, und der Doubs war über eine Strecke von rund 150 Km nur noch Begleiter. Katrin Gütthoff sagt uns:

Es ist Samstag, der 14.10.1995. Am Bootshaus treffen Schlag auf Schlag die Mitglieder der Radwanderfahrt entlang des Doubs ein. Es sind Bärbel und Hans W. Brück, Irm­gard und Heinrich Frinken, allerdings durch eine Verletzung am Oberschenkel stark in seiner Bewegungsfreiheit behindert, Irmchen und Helmut Grabow, Kathrin und Wilfred Güthoff, Marita und Siegfried Held. Nach allgemeinem Hallo und großer Begrüßungszeremonie, Verstauung von Gepäck und einiger Fahrräder, nach Aufteilung der Paare auf Vereinsbus und gemietetem Bus ging es über die A 45 los.

Unterwegs holt uns auffällig ein Audi-Kombi ein: Marita und Peter Wilhelm. Gemeinsam erreichen wir Montbéliard und das Ibis-­Hotel. Kurz darauf kommt - von seinem Freund Peter begrüßt - Monsieur Potiers mit Gattin als Gäste, die uns bis Montag begleiten werden. Er, Peter und Heinrich machen sich als Suchtrupp auf den Weg, um einen geeigneten Ort für das Abendessen zu finden. Sie haben Glück, wir sitzen später alle in einem entzückenden kleinen Restaurant, in dem wir hervorragend speisen und einen angenehmen Abend verbringen.

15.10. Sonntagmorgen führt uns Herr Potiers durch Montbéliard bis - 1792 bekannt als Mömpelgard im Lande Württemberg -und erklärt uns die Geschichte des Städtchen, doch auch Heinrich weiß einiges darüber zu berichten.- Anschließend geht‘s ans Aufrüsten der Fahrräder und bei strahlendem Sonnenschein beginnt die Tour entlang des Doubs. Besonders gut sind Peter und Udo ausgerüstet: sie tragen einen Sturzhelm! Nach etlichen Kilometern wird ein geeigneter Rastplatz für das Mittagessen gesucht und gefunden. Am Ufer des Doubs nehmen wir Bänke und umgedrehte Boote - gemeint sind am Ufer liegende sog. „Steeger Pünten“ - in Beschlag und lassen uns Mettwurst, Käse und Salami gut schmecken. Danach schaffen wir den Endspurt dieses Tages fast mühelos. Wir radelten am Fluß entlang über viele Brücken, durch hübsche Dörfer, an vielen Schleusen vorbei, und manchmal sind kleine Schikanen, sprich Steigungen, zu überwinden, die unsere Beine etwas strapazieren.

Doch glücklich erreichen wir am Nachmittag das Hotel „Auberge des Moulins“ in der Nähe von Baumes les Dames. Auch hier gibt es wieder nicht nur ein schmackhaftes Essen sondern auch guten Wein, getrübt nur durch die Mitteilung Heinrichs, daß sich seine Beinverletzung verschlimmert habe und er mit Irmgard wieder nach Hause fahren müsse.