Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

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RCW-Achter gewinnt "goldene Ananas" - sensationeller Platz 4 in Bitterfeld!

Vergangenes Wochenende konnte der Achter des Ruder-Club Witten mit einem vierten Platz seinen bisher größten Erfolg in der „flyeralarm Ruder-Bundesliga“ feiern. Damit machte die Mannschaft von Trainer Henning Sandmann beim 2. Lauf der Ruder-Bundesliga den verpatzten Saisonstart wieder gut und steht nun auf Platz 8 der Tabelle.

 


Dabei fing der Renntag alles andere als gut an. Denn beim Zeitfahren unter widrigsten Bedingungen mit extremen Wellen fuhr der RCW-Achter die schlechteste Zeit der Liga. „Die Jungs sind für die Bedingungen ziemlich sauber gefahren und wir lagen gleichauf mit dem Rhein-Ruhr-Achter. Aber auf der Hälfte der Strecke schlugen so viele Wellen gegen die Ausleger, dass es mir vorkam als stünden wir auf einmal still“, kommentierte Steuerfrau Janina Schulz das Zeitfahrrennen. Hierbei saßen von Bug nach Heck Thorsten Fingerle, Sören Kunde, Malte Huben, Andy Hermann, Dominik Riesselmann, Peter Zeller, Sven Schnabel und Marcel van Delden auf den Rollsitzen. Auf den erfahrenen Co-Schlagmann Maik Swienty musste krankheitsbedingt verzichtet werden.
 

Danach wurde die Regatta für 90 Minuten unterbrochen, denn eine Windhose fegte über den Regattaplatz und legte die Technik lahm. Diese zusätzliche Zeit nutze die Mannschaft um das Zeitfahren abzuharken und sich auf das Achtelfinale gegen Neuss und Lübeck vorzubereiten. Die Lübecker hatten zuvor mit der schnellsten Zeit ihre Siegesansprüche untermauert, sodass der Fokus ganz auf den Gegner aus Neuss gerichtet war. „Auf dem mittleren Teil der 350 Meter langen Strecke hatten die Neusser dann jedoch schon eine halbe Länge Vorsprung errudert, sodass es für uns nicht gut aussah, besonders weil unsere Stärke eigentlich die erste Streckenhälfte ist. Aber auf den letzten zehn Schlägen legten die Jungs einen grandiosen Endspurt hin, sodass wir Neuss schlagen konnten“, lobte Sandmann die Mannschaft. Damit hatte der RCW-Achter sich in die Top Acht gerudert und sein eigenes Ziel, im vorderen Teil der Liga mitzufahren, eigentlich schon erfüllt.


Doch motiviert und getrieben von dem vorherigen Rennen steigerte die Mannschaft sich im Viertelfinale noch einmal. Hier ging es gegen die drei starken Achter aus Dresden, Bad Waldsee und Gießen. Dabei musste der RCW-Achter lediglich die Dresdener vorlassen. „Mit diesem tollen Rennen waren wir auf einmal in den Top Vier. Das haben wir noch nie geschafft. Einfach nur Spitze!“ freute sich Mannschaftskapitän Thorsten Fingerle.


Für die letzten beiden Rennen wechselte Sandmann dann noch Christoph Schroeder für Sören Kunde ein, um frische Kraft ins Boot zu bringen. Nachdem der RCW-Achter das Halbfinale gegen Lübeck taktierend nicht voll gefahren war, ging es im Finale um Platz drei und vier gegen Hannover. Hier zeigte dann das Team des Ruder-Club Witten, dass es – auch wenn es am Ende nicht vorne lag – nicht unverdient so weit gekommen ist. Denn das packende Rennen konnte der Tabellenführer aus Hannover erst zum Ende hin entscheiden und hatte letztlich  nur knappe sechs Zehntel-Sekunden Vorsprung.


Die Freude des RCW-Achters über diesen herausragenden Renntag zeigte sich auch beim traditionellen überreichen der „Goldenen Ananas“ für den Viertplatzierten. Denn nachdem der Kommentator die Mannschaft aus Witten als „Überraschung des Tages“ angekündigt hatte, kommentierte er: „So sehr hat sich bisher kaum jemand über die goldene Ananas gefreut.“. Dieses Ergebnis hatte im Vorfeld kaum jemand erwartet. Doch Trainer Henning Sandmann bleibt realistisch: „Wir dürfen jetzt nicht zu euphorisch werden, sondern müssen uns auf uns selbst konzentrieren und konzentriert weiter arbeiten. Dann sollten wir uns auch in fünf Wochen in Duisburg in den Top Acht etablieren können.“


16.7.2012, Marcel van Delden                                                              

 Quelle Fotos 2, 3 und 4 (von oben): Ruder-Bundesliga

 

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