Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

RCW Aktuell

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Bundeswettbewerb 2022 in Bremen

Vom 8.-10. Juli wurde auf dem Werdersee in Bremen der Bundeswettbewerb der Kinder (Deutsche Meisterschaften der Kinder) ausgetragen, bei dem 1000 junge Athletinnen und Athleten gemeldet waren. Dafür entsendete jedes Bundesland pro Bootsklasse zwei Boote, die in sich in jeweiligen Landeswettbewerben für die Teilnahme qualifizieren mussten. Für das Team Nordrhein-Westfalen qualifizierten sich vom Ruder-Club Witten fünf Boote beim Landeswettbewerb am 11. - 12.6. auf der heimischen Regattastrecke.

Diese mussten sich am Freitag über die 3000m Langstrecke mit ihren Konkurrenten messen. Dabei wurden die Bundessieger über die 3000 m gekürt und die Finals der 1000 m Rennen am Sonntag gemäß der Langstreckenzeiten gesetzt. Dabei erreiche die Plätze 1-6 der Langstrecke das A-Finale und die Plätze 7-12 das B-Finale.

Der Werdersee in Bremen stellte an diesem Wochenende bei stürmischem Gegenwind und hohem Wellengang eine besondere Herausforderung für die jungen RCW Ruderer dar, die auf der heimischen Ruhr zumeist bei ruhigen Bedingungen trainieren.

Christian_Solomov_vorne_Maximilian_Händel_hinten       Für die aus wittener Sicht größte Überraschung sorgten Max Händel und Christian Solomov im Jungen Leichtgewichtsdoppelzweier 2008, die sich in ihrem 18 Boote Feld das Erreichen des A-Finals als Ziel gesteckt hatten. Nachdem sie dieses Ziel mit einer soliden Leistung über die Langstrecke knapp mit Platz 6 erreichten, übertrafen sie im A-Finale über die 1000 m Strecke die Erwartungen bei weitem. Mit einem Blitzstart legten sie sich von Beginn des Rennens mit ca. einer Bootslänge Vorsprung an die Spitze des Feldes und verteidigten diese Position vehement. Im Endspurt konnten sie Ihren Vorsprung vor den Booten aus Schleswig-Holstein und Berlin, die über die Langstrecke noch deutlich schnellere Zeiten gefahren waren, sogar noch auf 2 Bootslängen ausbauen und im Ziel zurecht über die Goldmedallie jubeln.

 

Amelie_Schlagposition_Lea-Sophie_Lehde_Siegersteg LandeswettbewerbDas Zwillingsduo Amelie und Lea-Sophie Lehde ging im Mädchen Leichtgewichtsdoppelzweier des Jahrgangs 2008 an den Start. Ihr Ziel, eine Medallie über Lang- und Kurzstrecke zu erreichen, erreichten die beiden Wittenerinnen. Dabei gewannen sie über die 3000 m Langstrecke die Silbermedallie hinter ihren Konkurrentinnen aus Lübeck, gegen die sich die Beiden schon bei einer Kinderregatta in Bremen noch geschlagen geben mussten. Im A-Finale konnten sie in einem beherzten Rennen diese Platzierung wiederholen und sich auch über die 1000 m über die Silbermedallie freuen. Zusätzlich gewannen die Beiden durch ihren 2. Platz über die Langstrecke eine Einladung des deutschen Ruderverbandes zu einem einwöchigen Trainingslehrgang an der Olympiaregattastrecke von 1972 in München.

 

Liana Büttner BWBesonders mit den rauen Bedingungen in Bremen zu kämpfen hatte Liana Büttner im Leichtgewichtseiner der Mädchen des Jahrgangs 2009. Nach ihren grandiosen Vorleistungen auf dem Landeswettbewerb waren ihre Erwartungen zurecht hoch gesteckt. Gold über Lang- und Kurzstrecke anzuvisieren war das von ihr und Trainer Uwe von Diecken gesteckte Ziel. In ihrem 14 Boote Feld erreichte sie bei der Langstrecke den 3. Platz und qualifizierte sich damit für das 1000 m A-Finale. Allerdings hatte sie in Ihrem Langstreckenrennen, wo auf Zeit hintereinander gestartet wird, etwas Pech, da sie zwei deutlich langsamere Boote vor sich hatte. So kam es, dass sie beide Boote gleichzeitig bei der Wendemarke nach 1500m eingeholt hatte und diese sie bei der Wende blockierten, sodass sie wichtige Sekunden verlor. Im A-Finale über 1000 m musste sie bei dem starken Gegenwind zwei Boote ziehen lassen und sicherte sich somit ebenfalls Platz drei. Trainer Uwe von Diecken zieht als Fazit, dass bei ruhigeren Bedingungen sicherlich mehr drin gewesen wäre aber gibt auch zu bedenken, dass Liana durch die Rennen wichtige Erfahrung bei schwierigen Bedingungen für die nächsten Jahre sammeln konnte.

 

Mara Kapper     Ebenfalls durch die Bedingungen ausgebremst wurde Mara Klapper im Leichtgewichtseiner der Mädchen des Jahrgangs 2008. Ihr Ziel war es im 18 Boote Feld das B-Finale solide zu erreichen und dort möglichst weit nach vorne zu fahren. Dabei übertraf sie dieses Ziel zunächst, indem sie über die Langstrecke ein sehr gutes Rennen fuhr und sich mit Platz 6 unerwartet einen Platz für das A-Finale sichern konnte. Dabei war sie sogar vor ihrer NRW Konkurrentin aus Herdecke die auf dem Landeswettbewerb noch vor ihr war. Im A-Finale versuchte sie dann alles auf eine Karte zu setzen und fuhr das Rennen von vorne, sodass sie bei 500 m auf Platz 3 lag. Dann ging es ihr unglücklicherweise wie vielen Anderen jungen Ruderern an diesem Wochenende. Ihr Skull (Ruder) verfing sich in einer sehr hohen Welle, wodurch Mara kenterte. Jedoch zeigte sie auch in dieser Situation ehrenhaften Kampfgeist, indem sie wieder in ihren Einer stieg noch bevor das DLRG Rettungsboot sie erreichte und das Rennen auf Rang 6 beendete. Daher ist Trainer von Diecken auch voll zufrieden mit ihrer Leistung und weist auf die wichtige Rennerfahrungen hin, die Mara an diesem Wochenende gesammelt hat.

 

links Julie Spring und rechts Amelie SandmannDer nachnominierte Mädchen Doppelzweier 2009 mit Amelie Sandmann und Julie Spring erreichte ebenfalls sein Ziel. Die Beiden erreichten in einem 15 Boote Feld mit Platz 7 auf der Langstrecke das B-Finale und konnten sich dort über den 2. Platz freuen.

 

Da die fünf Boote alle ein hohes Maß an Kampfgeist bewiesen und Max Händel und Christian Solomov, sowie Amelie und Lea-Sophie Lehde und Liana Büttner Medallien gewannen, zog Trainer Uwe von Diecken eine durchweg positive Bilanz: „Alle Wittener haben viel gelernt an diesem Wochenende und sind in der Zukunft auf jeden Fall für stürmische und wellige Bedingungen gewappnet.“

 

In der Gesamtwertung verbesserte sich das Team-NRW im Vergleich zum letzten Jahr und erreichte Platz zwei hinter Sachsen-Anhalt, wobei es auch einige Ausfälle wegen Corona im Team zu beklagen gab.

 

 

 

 

 

Lukas Föbinger

 

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