Ruder-Club Witten von 1892 e.V. Ruder-Club Witten von 1892 e.V.

RCW Aktuell

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26. Deutsche Ruderergometermeisterschaft - Julia Irmler wird deutsche Meisterin der A-Juniorinnen

Der Veranstaltungskalender des Deutschen Ruderverbandes wurde am vergangenen Wochenende mit der 26. Deutschen Ruderergometermeisterschaft für das Jahr 2022 eingeläutet. Wie im Jahr zuvor, beschloss der DRV auch die 26. Indoor-Meisterschaft virtuell stattfinden zu lassen. Trotz der erforderlichen Technik, um die Wettkämpfe bestreiten zu können, nahmen über 130 Vereine mit weit über 800 Meldungen daran teil.

 

Nicht nur die Ruderinnen und Ruderer sondern auch die Zuschauenden konnten die Wettkämpfen virtuell bestreiten bzw. live mit verfolgen. So fanden sich einige Juniorinnen und Junioren am RC Witten ein, um ihre Trainingspartnerinnen und -partner anzufeuern.

Den Anfang am Sonntagmorgen machten die Wittener B-Junioren. Für Luc Schmidt hielt die Meisterschaft sowohl erfreuliche als auch weniger erbauliche Erkenntnisse parat. Die mit Trainer Joachim „Goofy“ Ehrig gesteckte Zielzeit konnte Luc fasst einhalten. Nur eine Sekunde fehlte ihm letztlich zum Erreichen seiner Ziele. Damit bestätigte er seine frühe Form und verbesserte seine persönliche Bestzeit deutlich. Leider bewahrheitete sich jedoch die zuvor gestellte These seines Trainers: „Schon im letzten Jahr war abzusehen, dass der aktuelle Junioren-B-Jahrgang in 2022 auf einem signifikant höheren Niveau wie in den Vorjahren unterwegs ist.“. Trotz einer beachtlichen Steigerung, erreichte Luc leider nicht das Finale seiner Meisterschaft.

 

Jan Lohmeyer Max SolomovIm Anschluss wurden die Vorläufe der Leichtgewichte (Junioren-B bis 65kg Körpergewicht) ausgefahren. Hier waren zwei Ruderer des RCW beteiligt. Maximilian Solomov und der Neuling im Juniorenbereich Jan Lohmeyer starteten beide mit guten Zwischenzeiten in ihre Rennen. Obwohl Jan im direkten Vergleich mit seinen Konkurrenten nicht mithalten konnte, verbuchte auch er eine satte Steigerung seiner bisherigen Bestleistung. „Jan hat mit seiner Zeit eine echte Punktlandung hingelegt. In Anbetracht seine enormen Steigerungspotenziale hinsichtlich der Physis hat Jan eine sehr respektable Vorstellung geliefert“. So Cheftrainer Goofy in der Rennanalyse.

 

Max hingegen preschte etwas zu schnell aus seinem Startblock. Dadurch fehlten ihm in seinem Vorlauf auf den letzten 500m wichtige Körner. Dennoch gelang ihm der Einzug ins Finale der Leichtgewichte im B-Bereich. Dort konnte Max auch mit Einstellen seiner bisherigen Bestzeit aber leider nicht mit der starken Konkurrenz mithalten.

 

Mathis Arnhold 2Die Anspannung und das Adrenalin  zeigten bei A-Junior Mathis Arnhold in seinem Vorlauf Spuren. Das erste Viertel der virtuellen Ruderstrecke hielte Mathis sich an die zeitlichen Vorgaben. Die zweite und dritte Zwischenzeit spiegelten den einsetzenden Muskelschmerz wider. Auf den letzten Metern konnte Mathis zwar noch einmal die sprichwörtliche „Schippe drauflegen“, verpasste allerdings knapp den Einzug ins Finale.

 

Die Juniorinnen Clara Pernack und Lisa Büttner mussten am Sonntag aufgrund der abgesagten Vorläufe nur das Finale  bestreiten. Für Clara war die Konkurrenz am Wochenende etwas zu stark. Dennoch zeigte sie eine gute Entwicklung während ihres Rennens. Sie konnte sich auf dem letzten Viertel des Rennens deutlich steigern und erreichte eine gute Platzierung im Mittelfeld. Lisa, die mit wenig Vorbereitung und Erholung nach Krankheit in den Wettkampf startete, zeigte zunächst keinerlei Erschöpfung. Auf den letzten 250 Metern machte sich jedoch die noch beeinträchtigte Fitness bemerkbar. In einem packenden Endspurt fiel Lisa von Platz zwei auf vier zurück und verpasste  denkbar knapp die Medaillenränge.

 

Ähnlich wie Clara, zeigte auch Annika Steinau im Finale der U23 Ruderinnen ein gutes Rennen mit konstantem Tempo. Die Spitze des Feldes konnte Annika allerdings nicht halten und beendete ihr Finale auf dem fünften Platz.

 

Den Abschluss und zugleich Höhepunkt der diesjährigen Ergometermeisterschaft stellte das finale Rennen von Julia Irmler dar. Bereits im Vorlauf machte sie mit einer Eindrucksleistung auf sich aufmerksam.  Schon vor dem letzten Streckenviertel konnte sie sich aufgrund ihres Vorsprungs etwas regenerieren und zog doch spielerisch in das Finale ein. In ihrem Endlauf ließ sie kein Grund für Hoffnung seitens ihrer Konkurrentinnen zu. Deutlich schneller als all ihre Kontrahentinnen bestritt sie Zwischenzeit nach Zwischenzeit. Mit mehr als acht Sekunden Vorsprung kam sie als neue Deutsche Meisterin auf dem Ruderergometer ins Ziel. „Mit dieser Leistung hat Julia nicht nur die WM-Norm mit fast 20 Sekunden unterboten, sondern auch die 7 Minuten Schallmauer geknackt“ kommentierte Trainer Goofy im Interview. Julia bestätigt somit ihre außergewöhnliche Entwicklung in den letzten Jahren und lässt den RC Witten gespannt auf ihren nächsten Wettkampf warten.

 

 

Florian Kögler

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